Ausbildungsbereitschaft der Betriebe fördern

Um den Forderungen insbesondere des Handwerks nach weniger Berufsschultagen und damit mehr betrieblicher Anwesenheit der Auszubildenden nachzukommen, hatte der Ausbildungskonsens NRW in diesem Jahr einen Vorhabenkatalog zur Flexibilisierung der Berufsschulzeit beschlossen.

15.09.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Nach landesweiter Erfassung der betrieblichen Wünsche und Abstimmungsgesprächen vor Ort werden nun zwei der Vorhaben umgesetzt. "Die Landesregierung schafft damit einen attraktiven Rahmen für die Betriebe, mehr Ausbildungsplätze anzubieten", sagt Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung.

In einzelnen Berufen - darunter Frisöre, Maler- und Lackierer, Augenoptiker und Tischler - wird vor Ausbildungsbeginn ein mehrwöchiger Unterrichtsblock angeboten. Dieser Modellversuch wird an 14 Standorten - darunter Mönchengladbach, Euskirchen und Ahaus - durchgeführt. Das Vorziehen von Unterricht führt real im zweiten und dritten Ausbildungsjahr zu nur einem Berufsschultag. In einem wissenschaftlich begleiteten Modellversuch wird in Hennef für Maler- und Lackierer, in Bocholt für Tischler und in Recklinghausen für Frisöre in der Ganztagsberufsschule der 10-stündige Berufsschultag ergänzt durch zwei jährliche Projektwochen erprobt. Der Lernerfolg an einem so langen Unterrichtstag soll durch ein begleitendes Sport- / Gesundheits- und ein Ernährungsprogramm sichergestellt werden.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: "Wir hoffen, dass die Flexibilisierungsmaßnahmen im nächsten Schuljahr noch für weitere Berufe an noch mehr Standorten realisiert werden. Die Landesregierung lässt zugleich wissenschaftlich überprüfen, ob durch diese Erhöhung der betrieblichen Anwesenheit tatsächlich mehr Ausbildungsplätze für die Jugendlichen angeboten werden."


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