Bildungsverband: Kurzarbeitergeld mit Qualifizierungsangeboten verknüpfen!
Der Vorstand des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB) hat auf seiner gestrigen Sitzung ein Qualifizierungsprogramm zur Stabilisierung der Beschäftigung in Krisenbranchen vorgeschlagen. Der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld deutlich zu erhöhen, sei ein sinnvolles Vorhaben, so der Vorsitzende des Verbandes, Siegfried Schmauder.
29.10.2008 Pressemeldung Bundesverband der Träger beruflicher Bildung e.V. (BBB)"Noch sinnvoller wäre es allerdings, die geplante Verlängerung des Kurzarbeitergeldes mit Qualifizierungsangeboten an die betroffenen Arbeitnehmer zu verknüpfen", schlägt Schmauder weiter vor. "Mit einem solchen Paket nehmen wir gleichzeitig zwei Probleme in Angriff. Wir würden einmal den Arbeitsplatzabbau bremsen, der sich schon längst nicht nur in der Automobilindustrie abzeichnet, und im gleichen Zuge würden wir dem tatsächlichen Fachkräftemangel entgegenwirken."
Schmauder regte in diesem Zusammenhang ebenfalls die Bildung von "Bündnissen für Qualifizierung statt Arbeitslosigkeit" auf den verschiedenen Branchenebenen an. Die sich in vielen Wirtschaftsbereichen abzeichnende Flaute müsse dafür genutzt werden, die Betriebe zu einer Politik zu veranlassen, die dem Motto "qualifizieren, statt entlassen" folgt. Zu einer solchen Politik müssten die Betriebe natürlich in die Lage versetzt werden. Genau das, so Schmauder weiter, sei die gemeinsame Aufgabe, der sich jetzt Staat, Wirtschaft und Arbeitnehmervertreter zu stellen haben. "Bündnisse für Qualifizierung und gegen Arbeitslosigkeit" wären laut Schmauder jedenfalls die politisch richtige und auch Zielführende Antwort auf die sich abzeichnenden Krisenszenarien. Gerade in der hohen Zahl gering qualifizierter Beschäftigter läge auch ein großes Potential, um den Fachkräftebedarf zu decken.
"Eine konzertierte Aktion für Weiterbildung und gegen Arbeitslosigkeit ist das, was wir jetzt brauchen. Die einzige Alternative dazu wäre das gemeinsame Jammern über die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise.
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