DGB fordert Qualifizierungsoffensive für Arbeitslose

(bikl.de/pm) Der DGB hat eine Qualifizierungsoffensive für gering qualifizierte Arbeitslose und Beschäftigte vorgeschlagen. Ein Teil der BA-Überschüsse sollte für ein bundesweites Programm "Zweite Chance' für Arbeitslose" genutzt werden, damit die Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig zurückgehe.

01.08.2007 Artikel

Noch immer profitiere das Gros der Langzeitarbeitslosen nicht vom Aufschwung, betonte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach anlässlich der neuesten Arbeitslosenzahlen. Nur jeder dritte Hartz IV-Empfänger, der sich aus Arbeitslosigkeit abmelde, finde tatsächlich eine Beschäftigung. Selbst davon sei aber jeder Vierte schon nach drei Monaten wieder arbeitslos, erklärte sie am Dienstag in Berlin.

"Die Bundesagentur für Arbeit, aber auch die Unternehmen, müssen deshalb der Förderung von Aus- und Weiterbildung oberste Priorität einräumen." Der derzeit in einigen Berufen erkennbare Fachkräftemangel sei vorrangig eine Folge unzureichender Weiterbildungsinvestitionen von Unternehmen. Gleichzeitig habe aber auch die Bundesanstalt für Arbeit ihre Qualifizierungsförderung in den letzten Jahren "weit über Gebühr" zurückgefahren. Diese Fehlentwicklung könne nur durch eine "kompakte und mittelfristige Qualifizierungsstrategie" korrigiert werden.


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