Duale Ausbildung stabiles Fundament - Kultusminister Siegfried Schneider bei der Kreishandwerkerschaft in Freising
"Die duale Ausbildung ist ein tragfähiges Fundament für die Zukunft unserer Jugendlichen", dies unterstrich Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider bei einem Handwerkersymposium in Freising. Der Minister dankte dem Handwerk für dessen großes Engagement für die berufliche Qualifizierung von jungen Menschen, die die Betriebe gemeinsam mit den beruflichen Schulen in Bayern leisteten. Rund 60 Prozent aller Schulabgänger in Deutschland beginnen eine duale Ausbildung, in Bayern liegt die Quote mit rund zwei Dritteln noch etwas höher.
15.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusMit der Ausbildung junger Menschen geben die Betriebe den jungen Menschen ein stabiles Fundament für die persönliche und berufliche Zukunft. Die Wirtschaft sichere sich mit der dualen Ausbildung die künftige eigene Marktfähigkeit. "Nur mit innovativen Produkten und guter Qualität können die Unternehmen auf den Märkten bestehen", so der Minister. Und die seien ohne gut qualifizierte Mitarbeiter nicht sicher zu stellen.
OECD bewertet Abitur und Studium einseitig zu hoch
Harte Kritik übte Siegfried Schneider an der "gebetsmühlenhaft wiederholten und einseitigen Forderung" von Andreas Schleicher von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Zahl der Hochschulabsolventen in Deutschland zu erhöhen. Minister Schneider betonte: "Wer unter dem vermeintlichen Stichwort Bildungsqualität einseitig die Zahl der Abiturienten am Gymnasium und die Hochschulabsolventen in den Blick nimmt, der verkennt die enormen Leistungen, die in der dualen Ausbildung erbracht werden." Der Erfolg der dualen Ausbildung schlage sich auch in der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote von Jugendlichen in Deutschland gegenüber der im OECD-Durchschnitt nieder. Für das Vergleichsjahr, das die jüngste Veröffentlichung "Education at a glance" zugrunde legt, lag der Wert für Deutschland bei 9,3 Prozent, der europäische Durchschnitt aber bei 17,4 Prozent. In Bayern waren nach Daten der Bundesagentur für Arbeit 7,3 Prozent der Jugendlichen zu dem Stichdatum arbeitslos und damit deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt.
Bereits heute, ergänzte der Minister, erwerben rund 43 Prozent aller Studierenden in Bayern die Zugangsberechtigung zur Hochschule nicht über das Gymnasium, sondern auf dem Weg der beruflichen Bildung. Diese positive Entwicklung will Minister Schneider nach dem Grundsatz "Kein Abschluss ohne Anschluss" weiter ausbauen.
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