Duale Berufsausbildung als Kernelement der neuen EU-Bildungs-Strategie
Unter dem Titel "Neue Denkansätze für die Bildung" hat die Europäische Kommission ein bildungspolitisches Strategiepapier inklusive Maßnahmenkatalog vorgelegt. Darin werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre nationalen Bildungsreformen voranzutreiben, um jungen Menschen die auf dem Arbeitsmarkt gefragten Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln.
18.12.2012 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und HandelskammertagDie Mitteilung enthält zahlreiche bildungsbereichsübergreifende Vorschläge. Positiv ist insbesondere die Hervorhebung dualer Berufsbildungssysteme als Referenzmodell für die EU. Weiteres positives Element ist das Vorantreiben der unternehmerischen Bildung von der Grundschule an. Ebenfalls Priorität sollen die Förderung der MINTFächer und der Erwerb der notwendigen Grundfertigkeiten haben. Weitere Handlungsempfehlungen an die Mitgliedsländer sind:
− Einrichtung eines hochwertigen Angebotes für die frühkindliche Bildung − Bereitstellung individueller schulischer Förderangebote und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Schulabbruchs − Verstärkte Vermittlung von Querschnittskompetenzen: Unternehmergeist, digitale Kompetenz und Fremdsprachen − Verringerung der Zahl gering qualifizierter Erwachsener, auch durch Validierung von informell erworbenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen − Verstärkung des IKT-gestützten Lernens und verbesserter Zugang zu frei zugänglichen Lehrmaterialien − Stärkung des Profils aller Lehrberufe − Bessere Anerkennung von akademischen Abschlüssen aus anderen EU-Ländern − Nationale Debatten über nachhaltige Finanzierungsmechanismen von Bildung
Auf europäischer Ebene soll die nationale Umsetzung überwacht werden und in länderspezifische Empfehlungen münden. Weiterhin ist ein neuer EU-Benchmark zu Fremdsprachen geplant: Begleitet wird die Mitteilung von zahlreichen Arbeitsunterlagen, darunter erstmals der Anzeiger für die allgemeine und berufliche Bildung 2012, sowie detaillierte Länderanalysen.
Die Mitteilung sowie alle Arbeitsunterlagen sind zugänglich unter: ec.europa.eu/education/news/rethinking_en.htm
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