Grünes Licht für die Gründung des neuen Max-Planck-Instituts in Kaiserslautern

Dem Aufbau eines neuen Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme an den Standorten Kaiserslautern und Saarbrücken steht nun nichts mehr im Wege. Nachdem bereits am Montag dieser Woche die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung den Regierungschefs von Bund und Ländern die Zustimmung zur Gründung des Instituts empfohlen hatte, fasste der Senat der Max-Planck-Gesellschaft bei seiner heutigen Sitzung in München den notwendigen Gründungsbeschluss. "Mit der Gründung dieses Instituts wird Rheinland-Pfalz endgültig zu einem Zentrum der Informations- und Kommunikationstechnologie in Deutschland", würdigte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, das Votum der Bund-Länder-Kommission und des Senats.

19.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Das neue Max-Planck-Institut soll die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung und Weiterentwicklung komplexer Softwaresysteme und softwareintensiver Anwendungssysteme erforschen. Typische und wichtige Nutzungsfelder sind beispielsweise Betriebssysteme, vernetzte Systeme im Automobil- und Flugzeugbau sowie Softwaresysteme für unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse.

"Die Gründung dieses Instituts ist die Krönung der konsequenten Aufbauarbeit des Landes in der Region in den vergangenen zwölf Jahren", sagte Zöllner. Mit dem neuen Max-Planck-Institut werde es möglich, hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Kaiserslautern zu gewinnen. "Das hat ohne jeden Zweifel eine enorme Strahlkraft für die gesamte Region", meinte der Wissenschaftsminister.

Das neue Max-Planck-Institut sieht im Endausbau fünf Abteilungen und mindestens zwei selbstständige Nachwuchsgruppen vor und soll in Form zweier wissenschaftlich gleichwertiger Teilinstitute an den Standorten Kaiserslautern (zwei Abteilungen) und Saarbrücken (drei Abteilungen) gegründet werden. Mit den dort vorhandenen universitären und außerhochschulischen Forschungspotenzialen besteht nach Einschätzung der Max-Planck-Gesellschaft bereits jetzt ein vorzügliches Forschungscluster, das durch die Errichtung des neuen Instituts für Softwaresysteme zu einem weltweit führenden Informatikzentrum ausgebaut werden kann. Der Betriebshaushalt wird im Endausbau in einer Größenordnung von zirka zehn Millionen Euro pro Jahr liegen.


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