Gute Förderchancen gerade für die am stärksten Benachteiligten
Die Duisburger Initiative zur Stärkung der Ausbildungs- und Berufswahlfähigkeit der Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen ist erfolgreich verlaufen. Duisburger Hauptschülerinnen und Hauptschüler erhielten durch besondere Förderung bessere Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
31.05.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen"Die Schulen in Duisburg haben einstabiles und weitreichendes Netzwerkmit ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen und weiteren Bildungseinrichtigen knüpfen können. Erst innerhalb dieser Kooperation können effektive und qualitativ gute Ideen zur Stärkung der Ausbildungs- und Berufswahlfähigkeit umgesetzt werden," sagt Ministerin Barbara Sommer.
Heute stellt Regierungspräsident Jürgen Büssow in der Meidericher Schule an der Wiesbadener Straße das Ergebnis der von ihm vor eineinhalb Jahren ins Leben gerufenen Duisburger Initiative vor.
"Wir dürfen und wollen nicht hinnehmen, dass die Absolventen der Hauptschule nach zehn Schuljahren auf dem Arbeitsmarkt chancenlos bleiben, weil sie an den betrieblichen Eingangstests scheitern", sagte Büssow im Januar 2005 und brachte anschließend Vertreter/innen aller beteiligten Seiten an einen runden Tisch.
Die Schülerinnen und Schülern der jetzigen 10. Klassen der Schule Beim Knevelshof in Wanheimerort, der Heinrich-Böll-Schule in Meiderich, der Emil-Rentmeister-Schule in Hochfeld und der Schule An der Wiesbadener Straße in Neumühl nahmen an dem erfolgreichen Projekt teil. Alle Schulen arbeiteten unter der Leitung der Schulaufsicht mit Ausbildungsbetrieben aus Industrie und Handwerk, der Unternehmerhaus AG, der Industrie- und Handelskammer, der Agentur für Arbeit Duisburg eng zusammen.
Der Erfolg des Projekts:
- Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die direkt im Anschluss an den Schulabschluss eine Lehrstelle bekommen, stieg signifikant.
- Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für einen Übergang an eine weiterführende Schule entschieden, hat sich mehr als verdoppelt.
- Eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern hat Praktikumsstellen, die ihnen Ausbildungschancen eröffnen.
- Die getesteten Leistungen in Deutsch und Mathematik, die in den betrieblichen Eingangstests abgefragt werden, haben sich deutlich verbessert.
"Die Jugendlichen haben verstanden, dass es trotz aller Widrigkeiten in ihrer Hand liegt, sich selbstständig auf dem Arbeitsmarkt zu bewähren", sagt Barbara Wilbertz-Kroll, Lehrerin an der Schule Beim Knevelshof über einen wesentlichen Erfolg der Initiative.
Systematische Befragungen bei den Praktikumsbetrieben während der Projektlaufzeit hatten ergeben, dass die beteiligten Schülerinnen und Schüler von ihren "Arbeitgebern" gute Noten für ihre Einsatzbereitschaft und ihre Belastbarkeit bekommen konnten.
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