Internationales Come Back für die Duale Ausbildung
(red/pm) Die duale Berufsausbildung feiert in den unterschiedlichsten Ländern - wie Großbritannien, Schweden, Südafrika oder Malaysia - ihr Come Back. So die übereinstimmenden Einschätzungen internationaler Berufsbildungsforscher.
21.09.2011 ArtikelBerufsbildungsforscher aus Asien und Europa sehen diesen Trend auch deutlich stärker als internationale Initiativen zur Deregulierungen beruflicher Bildung wie sie etwa mit dem europäischen Klassifizierungssystem zu Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufen initiiert werde.
Aber: Die großen Unterschiede in der Gestaltung und Organisation sorgen für erhebliche Qualitätsunterschiede bei der dualen Berufsausbildung zwischen den Ländern. Das haben Studien im Kreis des internationalen Forschungsnetzwerks "International Network on Innovative Apprenticeship" (INAP) ergeben. Über dieses Netzwerk arbeiten mehr als 100 internationale Wissenschaftler auf dem Gebiet der Berufsbildungsforschung zusammen. Aufgrund ihrer Forschungsergebnisse haben die Mitglieder des INAP auf der diesjährigen Konferenz in China eine Kommission eingerichtet, die internationale Standards für die duale Berufsausbildung erarbeiten soll.
Den Vorsitz der Kommission hat der Leiter der FG Berufsbildungsforschung der Universität Bremen Professor Felix Rauner. "Wenn es nicht gelingt, einen internationalen Lernprozess zu initiieren, in dem die Beispiele von guter und bester Ausbildungspraxis den Weg für Innovationen zeigen, dann dürfte es mit der Renaissance der dualen Berufsausbildung bald vorbei sein", so Rauner.
Im Mittelpunkt der Arbeit von der "INAP Commission: Architecture Apprenticeship" sollen daher vier Punkte stehen: 1. Kriterien für eine einheitliche Struktur der dualen Berufsausbildung (gleiches Gehalt, gleiche Ausbildungsdauer und Organisation). 2. Entwicklung von Standards für die plurale Steuerung von dualen Berufsbildungssystemen. 3. Die Integration der dualen Ausbildung in die nationalen Bildungssysteme, sodass die Verknüpfung von betrieblicher und schulischer Ausbildung gegeben ist. 4. Entwicklung von Musterausbildungsplänen. Die Ergebnisse der Kommission auf der INAP Konferenz 2013 in Südafrika vorgestellt werden.
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