Jobstarter: Zusätzliche Ausbildungsplätze
Die Informationsveranstaltung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Thema "Jobstarter - Für die Zukunft ausbilden" am 24.2. auf der didacta konnte mit brandaktuellen Zahlen aufwarten. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hatte die Bundesregierung nämlich zuvor mitgeteilt, dass das Ministerium für die Jahre 2006 und 2007 5,6 bzw. 11,4 Millionen Euro für die Förderung des Ausbildungsprogramms Jobstarter vorgesehen hat.
24.02.2006 ArtikelDas Programm STARegio, das 2005 mit 12,3 Millionen Euro aus nationalen Mitteln gefördert wurde und für das 2006 10,3 Millionen Euro geplant sind, werde bis Ende 2007 weitergeführt, heißt es. Die Programme RegioKom, KAUSA und Patenschaftsprogramme seien Ende 2005 beendet worden.
Auf die Frage, inwieweit Ausbildungsplätze, die in neuen oder für den jeweiligen Betrieb zusätzlichen Ausbildungsberufen angeboten werden, bei der Auswahl der Projekte und der Vergabe der Mittel als zusätzliches Ausbildungsplatzangebot gewertet werden, hatte die Bundesregierung mitgetilt, dass zusätzliche Ausbildungsplätze vorliegen, wenn der Betrieb bisher keine Ausbildungsplätze angeboten hat. Eine weitere Möglichkeit sei, dass der Ausbildungsbetrieb in einem neuen oder für ihn zusätzlichen Beruf ausbilde oder bei ausbildenden Betrieben durch den neu abgeschlossenen Vertrag im Jahr des Beginns der Ausbildung mehr Auszubildende beschäftigt würden als im Durchschnitt der letzten drei Jahre.
In der Antwort der Bundesregierung hieß es außerdem, dass die BMBF-Förderung auf neue und zusätzliche Ausbildungsplätze ziele. Da die "Zusätzlichkeit" erstmals für die Programme STARegio und Jobstarter definiert worden sei, falle die Zahl der neuen Plätze zur Gesamtzahl höher aus als die Anzahl der zusätzlichen Ausbildungsplätze. Nach dem aktuellen Zwischenstand im Programm STARegio für die Jahre 2004 und 2005 seien mehr 3.600 zusätzliche von insgesamt fast 4.400 Ausbildungsplätzen geschaffen worden, wobei mehr als 3.000 Plätze auf die Einzel- und 552 Plätze auf die Verbundausbildung entfielen.
Es sei bis zum Ende der Laufzeit mit einer "wesentlichen Steigerung zusätzlicher Ausbildungsplätze" zu rechnen. Das Programm Jobstarter ziele auf eine bessere regionale Versorgung Jugendlicher mit betrieblichen Ausbildungsplätzen und auf die Optimierung der Ausbildungsstrukturen in den Regionen ab. Ein besonderer Schwerpunkt des Programms sei die "Gewinnung von Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft", da sie den Ausbildungsmarkt entlasten und einen wichtigen Integrationsbeitrag auch für ausländische Jugendliche leisten könnten.
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