Minister Rippel zum "Schutzschirm für Lehrlinge"

Auch für junge Menschen, die durch Schließungen und Insolvenzen ihren Ausbildungsplatz verlieren, hat die saarländische Landesregierung passende Antworten. "Über das Landesprogramm "Ausbildung jetzt" gibt es für Betriebe, bei denen Jugendliche im Insolvenzfall ihre Ausbildung fortsetzen können, bereits eine finanzielle Unterstützung von 1.200 Euro.

16.06.2009 Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Den Schutzschirm für Lehrlinge, wie ihn die große Koalition in Berlin nun plant, gibt es im Saarland bereits", so Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel.

Minister Rippel: "Vorbildlich ist in Insolvenzfällen auch die Zusammenarbeit mit den Kammern. Viele Jugendliche können ihre Prüfungen vorziehen, in anderen Fällen erreichen die Kammern die Weiterbeschäftigung bis zur Prüfung während des Insolvenzverfahrens."

Da im Saarland die Ausbildungssituation nach wie vor im Bundesvergleich Spitze ist, rechnet Minister Rippel damit, dass es selbst im Fall steigender Insolvenzzahlen gelingt, Jugendliche mit Förderhilfe des Landes und dem Engagement der Kammern in Anschlussausbildungen zu vermitteln.

Verhalten optimistisch sieht Minister Rippel nach der Landesausbildungskonferenz die Chancen für alle ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen jungen Menschen, auch 2009 einen Ausbildungsplatz im Saarland zu bekommen: "Der große Ansturm durch den doppelten Abiturjahrgang ist bisher ausgeblieben, viele Unternehmen sorgen in der Wirtschaftskrise vor, um ihren Fachkräftebedarf für die Zeiten des demographischen Wandels schon jetzt durch Ausbildung zu decken. Minister Rippel appellierte erneut an die Unternehmen, auch im eigenen Interesse jetzt Vorsorge zu treffen. Absehbar sei, dass bereits 2010 die Zahl der Schulabgänger deutlich zurückgehen werde.

Einen zusätzlichen Impuls erwartet sich der Minister, wenn die vielen saarländischen Unternehmen, die jetzt in den Genuss von Aufträgen aus den Konjunkturprogrammen kommen, ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung für die jungen Menschen Rechnung tragen. "Öffentliche Hilfe und Unterstützung begründet auch eine individuelle Verpflichtung und Verantwortung", betonte Minister Rippel abschließend.


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