Baden-Württemberg

Staatssekretär Georg Wacker: Weiterbildung muss höheren Stellenwert im Bildungsbericht der Bundesregierung erhalten

"Menschen ab 55 werden aufgrund ihrer Erfahrung in Leben und Beruf vor dem Hintergrund des demographischen Wandels für unsere Gesellschaft immer wichtiger", erklärte der Weiterbildungsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, mit Blick auf die vorliegenden Ergebnisse des dritten Bildungsberichts von Bund und Ländern heute (24. Juni) in Stuttgart. Die Ergebnisse des Berichts würden aber aufzeigen, dass sich gerade dieser Bevölkerungsanteil signifikant weniger an Angeboten der Weiterbildung in Beruf und Freizeit beteiligt. Dieser Entwicklung müsse entgegengesteuert werden, betonte Wacker.

24.06.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Enttäuscht zeigte sich der Weiterbildungsbeauftragte der Landesregierung darüber, dass das Thema Weiterbildung im Bildungsbericht 2010 nicht eingehender berücksichtigt wurde. "Das ist dem Stellenwert der Weiterbildung nicht angemessen. Weiterbildung ist die vierte Säule der Wissensgesellschaft und muss als gleichwertig angesehen werden. Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Deshalb muss im nächsten Bildungsbericht eine intensivere Betrachtung und eine tiefer gehende Analyse erfolgen", sagte Wacker.

Weiterbildung trage auch dazu bei, den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu lockern. "Gerade diesen Aspekt klammert der gestern vorgestellte KMK-Ländervergleich aus, wenn der Zusammenhang auf den ersten Bildungsweg reduziert wird. Denn mit der Schulzeit ist die Bildungsbiografie noch nicht abgeschlossen", erklärte der Kultusstaatssekretär.


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