Staatssekretär Willems zu den Überlegungen zur Lehrerausbildung:
Die Lehrerausbildung an den Universitäten ist zwar nicht direkt von der mittelfristigen Nachfrage nach Lehrern in den einzelnen Schulformen im Land Sachsen-Anhalt allein abhängig, muss sich aber auch daran orientieren.
30.11.2004 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltWährend in den kommenden Jahren in den Grundschulen Bedarf an Lehrkräften entsteht, später auch Sekundarschullehrkräfte fehlen, werden an den Gymnasien auf absehbare Zeit nur Lehrkräfte in Mangelfächern, wie Religion/Ethik, Fremdsprachen usw. eingestellt werden können.
Dennoch werden in Halle und Magdeburg wesentlich mehr Gymnasiallehrer ausgebildet als benötigt werden. Daher muss mittelfristig eine Umstrukturierung zu Gunsten der Grundschullehrer- aber auch der Sekundarschullehrerausbildung erfolgen. Die Prüfungen des Ministeriums haben inzwischen zu dem Ergebnis geführt, dass ein schulformübergreifendes Lehramt nicht sinnvoll ist. Vielmehr wird auch künftig auf eine differenzierte Ausbildung, die den Besonderheiten der verschiedenen Schulformen pädagogisch und fachlich Rechnung trägt, Wert gelegt.
Allerdings sollte die Ausbildungsstruktur flexibler werden und es möglichst viele gemeinsame Ausbildungskomponenten geben, insbesondere bei der Sekundarschullehrer- und Gymnasiallehrerausbildung. Die Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Lehramtsstudiengängen durch Modularisierung der Ausbildung ermöglicht den Studierenden auch, auf sich abzeichnende Entwicklungen im Lehrerberuf rechtzeitig reagieren zu können. Das würde für den einzelnen die Beschäftigungschancen erhöhen und den Aufwand für eventuelles nachträgliches "Umsatteln" durch Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Studium senken. An diesen Zielen orientieren sich die Gespräche zwischen Kultusministerium und Universitäten zu Zielvereinbarungen in der Lehrerausbildung.
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