Stärken finden - Lernen planen:

Das "Projekt Kompro & Lernen" des Landesbetriebs Erziehung und Berufsbildung und der Behörde für Bildung und Sport beginnt im Schuljahr 2004/2005 in 33 Klassen an Haupt- und Gesamtschulen. Über 800 Schülerinnen und Schüler, die noch etwa 2 Jahre bis zum Abschluss vor sich haben, nehmen an einem Kompetenzfeststellungsverfahren teil und erfahren rechtzeitig, welche persönlichen und berufsbezogenen Kompetenzen sie bereits besitzen oder noch ausbauen müssen. Externe Beraterinnen und Berater helfen ihnen dabei, herauszufinden, wie weit sie den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt genügen können.

20.01.2005 Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Durch den frühzeitigen Blick auf die berufsbezogenen Stärken können Lernwege bewusst geplant und nachträgliche Reparaturmaßnahmen vermieden werden. Kompetenzprofil und Beratungsergebnisse werden im Berufswahlpass gesammelt und für Beratungssituationen genutzt - unnötige Befragungen durch unterschiedliche Institutionen werden so vermieden."

In den Schulen werden die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung aufgegriffen und in Lernplänen und Lernvereinbarungen umgesetzt. So übernehmen Jugendliche mehr und mehr die Verantwortung für das eigene Lernen und den eigenen Bildungsweg. Sie entwickeln sich zu "Bildungsnachfragern": "Ich möchte noch Folgendes lernen, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen und um im Berufsleben bestehen zu können."

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Insbesondere in den letzten beiden Schuljahren ist es nötig, das Lernen zunehmend selbstverantwortlich zu gestalten und den Anschluss vorzubereiten. Kompetenzfeststellung und individualisierte Lernwege tragen dazu bei, dass die Hauptschulabsolventen ihre Bildungspotenziale besser nutzen und ihren Übergang in die Berufswelt erfolgreich vorbereiten können."


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