Über 76 000 junge Menschen haben 2006 einen Ausbildungsvertrag neu abgeschlossen

Im Jahr 2006 wurden in Baden-Württemberg nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes 76 148 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Dies sind über 3 000 mehr als im Jahr zuvor (+ 4,2 Prozent), wobei die einzelnen Ausbildungsbereiche unterschiedlich stark zu diesem Aufschwung beigetragen haben. Im zahlenmäßig am stärksten besetzten Ausbildungsbereich "Industrie und Handel" konnten im vergangenen Jahr fast 44 000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Das sind über 2 500 mehr als im Jahr 2005 (+ 6 Prozent ).

06.03.2007 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Auch im "Handwerk" konnte dieser Aufschwung beobachtet werden. Hier wurden 22 500 Neuabschlüsse von den zuständigen Kammern registriert, etwas über 800 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr (+ 3,7 Prozent). Ebenso haben die Ausbildungsbereiche "Öffentlicher Dienst" und "Landwirtschaft" gegenüber 2005 mehr neue Ausbildungsverhältnisse gemeldet (jeweils + 1,2 Prozent), während die Bereiche "Freie Berufe" und "Hauswirtschaft" nochmals weniger Neuabschlüsse verzeichnen konnten als im Jahr zuvor (– 5 Prozent bzw. – 1,4 Prozent). In beiden Bereichen wurden schon 2005 rückläufige Neuabschlüsse verzeichnet (– 3 Prozent bzw. – 1,7 Prozent). Insbesondere in den pharmazeutisch-kaufmännischen Ausbildungsberufen der Apotheker (–28,1 Prozent), in den Fachangestelltenberufen der Patentanwälte (– 16,7 Prozent) und der Rechtsanwälte (– 6,5 Prozent im Landesdurchschnitt) wurden in diesem Jahr deutlich weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Jahr zuvor, so dass der Aufschwung am Ausbildungsmarkt weit überwiegend auf die positiven Entwicklungen in den beiden großen Ausbildungsbereichen zurück zu führen ist (Tabelle).

Die Zahl der im Jahr 2006 in Baden-Württemberg registrierten knapp 201 900 Ausbildungsverhältnisse liegt um ungefähr 4 300 über dem Wert des Vorjahres – 2005 wurden etwa 197 600 Ausbildungsverhältnisse gezählt – und weist inzwischen auf einen positiven Trend am Ausbildungsmarkt hin. Sollte der mit den für die berufliche Ausbildung zuständigen Stellen abgeschlossene Ausbildungspakt weiterhin Wirkung zeigen, kann sich der Ausbildungsmarkt schon in den nächsten Jahren merklich entspannen und der Rückgang von 7 000 Ausbildungsplätzen seit 2001 vermutlich wieder ausgeglichen werden.


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