Warnstreik beim Internationalen Bund
500 Beschäftigte haben sich heute an den bundesweiten Warnstreiks beim Internationalen Bund (IB) beteiligt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di hatten zu den Aktivitäten aufgerufen. Die Beschäftigten machten sich mit ihren Warnstreiks für ein zukunftsfähiges Konzept des Weiterbildungsträgers stark und wiesen die von der IB-Geschäftsleitung angedrohten Gehaltskürzungen von mehr als zehn Prozent zurück.
09.03.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftSie verlangten eine Erhöhung der Gehälter um einen monatlichen Festbetrag von 150 Euro und einheitliche tarifvertragliche Regelungen für alle Beschäftigten im IB-Konzern.
GEW-Tarifexperte Heiko Gosch forderte den IB-Vorstand auf, endlich eine "Vorwärtsstrategie" zu entwickeln. "Die Geschäftsleitung muss den veränderten Bedingungen für die öffentlich geförderte Weiterbildung Rechnung tragen und das Know-how der Kolleginnen und Kollegen nutzen. Für die Zukunftssicherung des IB bieten wir unsere Unterstützung an", sagte Gosch heute in Frankfurt am Main. "Der IB-Vorstand beißt bei uns jedoch auf Granit, wenn seine einzige Vision darin besteht, Arbeitsplätze abzubauen, den Beschäftigten Einkommen zu nehmen und Teile des Unternehmens in Gesellschaften ohne Tarifbindung auszugründen. Die Geschäftsführung muss endlich ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und in der nächsten Verhandlungsrunde am 14. März ein einigungsfähiges Angebot vorlegen."
Info: Der IB-Vorstand hatte den Gehaltstarifvertrag zum 31. Januar 2005 gekündigt. Der IB ist als Weiterbildungsträger in der Beruflichen Bildung und Sozialen Arbeit tätig und unterhält vor allem in Baden-Württemberg eine Reihe von Ersatzschulen. Aufgrund der veränderten Vergabepraxis der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat der IB viele Ausschreibungen im Weiterbildungssektor nicht mehr gewonnen.
Die Warnstreiks fanden insbesondere in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland statt.
Keine Kommentare vorhanden