Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung" für das Jahr 2009 eröffnet
Die UNESCO hat Heidelberg erneut als "Stadt der Weltdekade" ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden Städte gewürdigt, die einen besonderen Beitrag zur Umsetzung der Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) der Vereinten Nationen leisten. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner erhielt die Auszeichung aus den Händen von Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL. Die Ehrung fand am Freitag (18. September) in Heidelberg zur Eröffnung der bundesweiten Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort erleben" statt. Die Stadt erhält die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal.
18.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Wir werden die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zukunft nur erfolgreich meistern, wenn wir in allen Bereichen konsequent auf das Prinzip nachhaltiger Entwicklung setzen. Um diesen Leitgedanken im Bewusstsein der Menschen zu verankern, brauchen wir aktive Bildungsarbeit. Dazu leisten die Stadt Heidelberg und ihre lokalen Partner einen herausragenden Beitrag", sagte Wacker.
Schwerpunkte in Heidelberg bilden die Themen Energiesparen, Öffentlicher Personennahverkehr, Eine-Welt-Arbeit und Fortbildungen für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Von den insgesamt 14 Auszeichnungen als "Offizielles Projekt der Weltdekade", die in Heidelberg vergeben wurden, gehen sechs nach Baden-Württemberg. Zu den Preisträgern zählt auch das Schülermentoren-Programm für den Natur- und Umweltschutz, ein gemeinsames Projekt des Kultus- und Umweltministeriums (siehe Anhang 1).
Bundesweit finden die Aktionstage zur Dekade der Vereinten Nationen mit über 350 Veranstaltungen vom 18. bis zum 27. September statt. In Heidelberg wurde der Auftakt in das Programm der Heidelberger Agenda-Tage "Unsere Zukunft nachhaltig gestalten", die vom 17. bis 20. September stattfinden, eingebunden.
Im Anschluss an die Eröffnung der Aktionstage unterschrieb Wacker die BNE-Erklärung "Impulse in Baden-Württemberg setzen" zusammen mit Vertretern verschiedener Stiftungen, Bildungseinrichtungen und Dachverbänden von Nichtregierungsorganisationen (siehe Anhang 2). Die Unterzeichnung fand im Rahmen der 12. Sitzung des Netzwerks "Nachhaltigkeit lernen" in der Musik- und Singschule Heidelberg statt. Vertreter des baden-württembergischen Umwelt-, Wissenschafts- und Landwirtschaftsministeriums hatten die Erklärung im Vorfeld unterschrieben. "Die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung ist dabei mehr als ein symbolischer Ausdruck. Sie macht deutlich, dass die Herausforderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist. Die Netzwerkpartner verpflichten sich damit, weitere Beiträge zu leisten, um die abstrakte Idee einer nachhaltigen Entwicklung mit Leben zu erfüllen und in konkrete Projekte umzusetzen", sagte Wacker. Er bedankte sich auch für die bisherige Zusammenarbeit im Netzwerk.
Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. 2005 hat die Landesregierung den ersten Aktionsplan "Zukunft gestalten - Bildung für nachhaltige Entwicklung in Baden-Württemberg" vorgestellt. Dieser wurde im Rahmen des Projekts der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes "Jetzt das Morgen gestalten" weiterentwickelt und im März 2009 vorgestellt. Das "Netzwerk Nachhaltigkeit lernen" wurde am 23. Juli 2006 in Stuttgart gegründet, um gesellschaftliche Organisationen in die Arbeit einzubinden. Mit dem Netzwerk soll die Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen weiterentwickelt und landesweit verstärkt verankert werden.
Weitere Informationen zum Netzwerk "Nachhaltigkeit Lernen" erhalten Sie unter www.dekade-bw.de
Anhang 1:
Ausgezeichnete Projekte aus Baden-Württemberg
- Projekt: 1. Ludwigsburger Agenda-Diplom für Kinder und Jugendliche
Träger: Stadt Ludwigsburg - Projekt: Netzwerk Naturschutz im Regierungsbezirk Tübingen
Träger: Regierungspräsidium Tübingen - Projekt: Schülermentorenprogramm für den Natur- und Umweltschutz - Schwerpunkt Klimaschutz
Träger: Umweltministerium Baden-Württemberg und die Stiftung Sport in der Schule beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg - Projekte: Mobi World: Mit dem mobilen Naturführer das Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein kennen lernen/ Naturschutz-Erlebnis-Schauinsland-total/ Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche im Natura 2000-Gebiet Rohrhardsberg
Träger: Regierungspräsidium Tübingen und Freiburg sowie Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg - Projekt McMöhre - Die PowerPause
Träger: Bund für Umwelt und Naturschutz Jugend (BUNDjugend) Baden-Württemberg Projektstelle "McMöhre", Baden-Württemberg - Projekt: QualiFair – Qualifizierung im Fairen Handel
Träger: Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg
Anhang 2:
Unterzeichner der BNE-Erklärung "Impulse in Baden-Württemberg setzen"
- Angelika Barth, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
- Reiner Baur, Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.
- Staatssekretär Dr. Dietrich Birk MdL, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
- Elke Brunnemer MdL, Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenenbildung Baden-Württemberg e.V.
- Dr. Brigitte Dahlbender, Bund für Umwelt und Naturschutz Landesverband e.V.
- Dr. Bodo Degenhardt, Volkshochschulverband Baden-Württemberg
- Thomas Dietz, Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.
- Claudia Duppel, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.
- Uta Eser, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geilingen
- Ministerin Tanja Gönner MdL, Umweltministerium
- Dietmar Greif, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
- Dr. Albrecht Haizmann, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg
- Minister Peter Hauk MdL, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg und Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg
- Nicole Kimmel, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ)
- Prof. Dr.Lenelis Kurse-Graumann, Nachhaltigkeitsbeirat Baden-Württemberg
- Prof. Dr. Luzius Franz, IHK Rhein-Neckar für den Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg
- Martin Purpur, Internationalen Weiterbildung und Entwicklung GmbH (InWEnt)
- Marion Rapp, Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
- Horst Rehfuss, Baden-Württembergische UNESCO-Projekt-Schulen
- Sigrid Schell-Straub, Landesarbeitskreis Schule für Eine Welt
- Dieter Schmidt-Volkmar, Landessportverband Baden-Württemberg e. V.
- Wolfgang Seitz, Landesbauernverband Baden-Württemberg e.V.
- Hermann Strampfer, Regierungspräsident RP Tübingen/Netzwerk Naturschutz
- Ingeborge Tschöffel-Tschinke, Landesschulbeirat Baden-Württemberg
- Staatssekretär Georg Wacker MdL, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
- Dr. Eckhart Würzner, Oberbürgermeister Heidelberg für den Städtetag Baden-Württemberg
- N.N., Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung
- N.N., Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
- N.N., Landesschülerbeirat Baden-Württemberg
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