Auch im Jahre 2006 wieder weniger Schwangerschaftsabbrüche
Im Jahre 2006 unterzogen sich bundesweit 13 119 Frauen, die ihren Wohnsitz in Baden-Württemberg hatten, einem legalen Schwangerschaftsabbruch. Das waren 336 Frauen oder 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 12 618 dieser Eingriffe erfolgten im Wohnland, 501 Frauen suchten ein anderes Bundesland auf, um ihre Schwangerschaft dort abbrechen zu lassen. Über die Anzahl der Frauen, die sich zum Zwecke eines solchen Eingriffs ins Ausland begeben, liegen der amtlichen Statistik keine Daten vor. 681 Frauen waren zum Zeitpunkt des Eingriffs noch nicht volljährig.
19.03.2007 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergGegenüber 2004 – dem Jahr mit der bislang höchsten Zahl an Abbrüchen (789) in dieser Altersstufe – bedeutet dies einen Rückgang um nahezu 14 Prozent. Gegenüber 1997 mit insgesamt 516 Fällen jedoch eine Zunahme um immerhin 32 Prozent . Der Anteil minderjähriger Frauen an allen Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen ließen, hat sich innerhalb dieses Zeitraums von 3,5 auf 5,2 Prozent erhöht. Baden-Württemberg schneidet hier im Vergleich mit dem Bundesgebiet insgesamt etwas günstiger ab. Dort stieg der Anteil dieser Altersgruppe von 4 Prozent auf knapp 5,5 Prozent . Die Zahl der Fälle in dieser Altersgruppe nahm bundesweit von 1997 auf 2006 um 24,5 Prozent zu und blieb damit deutlich unterhalb der Veränderungsrate Baden-Württembergs.
Im Land Baden-Württemberg wurden im Jahr 2006 insgesamt 13 020 Schwangerschaften legal abgebrochen. Mitgezählt sind hier auch 402 Eingriffe, die Frauen vornehmen ließen, deren Wohnsitz außerhalb der Landesgrenzen liegt. Das bedeutet, dass weniger Frauen mit Wohnsitz außerhalb Baden-Württembergs das Land zum Zwecke eines Abbruchs ihrer Schwangerschaft aufsuchten, als Frauen aus Baden-Württemberg sich zur Durchführung des Eingriffs in ein anderes Bundesland begaben. 97 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche von in Baden-Württemberg wohnhaften Frauen erfolgten nach der sogenannten Beratungsregelung, rund 3 Prozent auf Grundlage einer medizinischen Indikation. Mit 7 Fällen spielte die kriminologische Indikation statistisch gesehen keine Rolle.
| Schwangerschaftsabbrüche von Frauen mit Wohnsitz Baden-Württemberg seit 1997 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Merkmal | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 |
| Datenquelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen | ||||||||||
| Insgesamt | ||||||||||
| Zusammen | 14.654 | 14.513 | 13.738 | 14.373 | 14.541 | 14.214 | 14.385 | 14.300 | 13.455 | 13.119 |
| Veränderung in % | X | -1,0 | -5,3 | +4,6 | +1,2 | -2,2 | +1,2 | -0,6 | -5,9 | -2,5 |
| Unter 18 Jahre | ||||||||||
| Zusammen | 516 | 503 | 486 | 586 | 648 | 668 | 739 | 789 | 719 | 681 |
| Veränderung in % | X | -2,5 | -3,4 | +20,6 | +10,6 | +3,1 | +10,6 | +6,8 | -8,9 | -5,3 |
| Anteil der Minderjährigen am Insgesamt | 3,5 | 3,5 | 3,5 | 4,0 | 4,5 | 4,7 | 5,1 | 5,5 | 5,3 | 5,2 |
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