Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu seinem Fahrplan zur Lehrergewinnung, Lehreraus- und fortbildung
Bis Sommer 2010 wird Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ein umfassendes Konzept zur Lehrergewinnung, deren Aus- und Fortbildung vorlegen. "Mir geht es dabei um eine Strategie, um hoch motiviertes Personal auf fachlich und pädagogisch hohem Niveau zu gewinnen", hatte der Minister am Dienstag im Bayerischen Kabinett betont. Dort hatte er den Fahrplan für sein Gesamtkonzept vorgestellt. Heute hatte der Landtag zu einer Anhörung zur Lehrerbildung eingeladen.
29.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusDrei zentrale Ziele verfolgt Minister Spaenle bei seinem strategischen Vorgehen:
Erstens will er geeignete Bewerberinnen und Bewerber bereits an der Schule, aber auch an den Hochschulen ausfindig machen, entsprechend beraten und für den Ausbildungsweg motivieren. Die Prognose des Lehrerbedarfs liefere hier sowohl für den Staat als Anstellungsträger wie auch für interessierte Studienwillige wichtige Informationen. Zweitens will Minister Spaenle in der Lehreraus- und –fortbildung Aspekte der Praxis und der theoretischen Fundierung enger und effizienter verzahnen. Dabei soll auch die fachwissenschaftliche Ausbildung stärker am Berufsfeld ausgerichtet und der Praxisbezug bereits während des Studiums erhöht werden.
Drittens will der bayerische Kultusminister das Image des Lehrerberufs in der Gesellschaft deutlich heben.
"Es ist mein Ziel, mit allen an der Lehrergewinnung und –bildung beteiligten Kräften hier ein umfassendes Konzept zu erarbeiten", betonte der Minister. Dabei will der Minister neben den Hochschullehrern und Praktikern aus den Schulen auch die unterschiedlichen Lehrerverbände in die Erstellung der Konzeption einbinden. Auch Anregungen des Wissenschaftlich-Technischen Beirats der Staatsregierung will Minister Spaenle berücksichtigen.
Die heutige Anhörung zur Lehrerbildung im Landtag ist für Minister Spaenle ein wichtiger Beitrag zu der gesellschaftlich höchst wichtigen Diskussion über die Lehrerbildung. "Schließlich geht es um die Ausbildung von Personen, die entscheidende Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder tragen", so der Minister. "Lehrkräfte bilden und erziehen unsere Kinder und haben damit eine zentrale Aufgabe, die Zukunft unseres Landes mitzugestalten", sagte der Minister.
Wer aber eine hoheitliche Aufgabe dieser Dimension wahrnehme, müsse entsprechend motiviert und qualifiziert sein, ergänzte der Minister.
Das Kultusministerium arbeitet gegenwärtig mit allen Lehrerverbänden an einer gemeinsamen Erklärung zum Berufsbild der Lehrkräfte.
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