Berliner Bildungsausgaben weiter auf hohem Niveau
Berlin gibt im Vergleich der Bundesländer weiter relativ viel Geld für Bildung aus. Das ergibt sich aus dem Bildungsfinanzbericht, der heute vom Bundesamt für Statistik vorgelegt wurde. So gaben unter den Bundesländern im Jahr 2007 nur Hamburg und Thüringen mit je 6.000 Euro pro Schüler mehr Geld aus als Berlin (5.800 Euro), während beispielsweise Bayern und Sachsen mit jeweils 5.200 Euro deutlich dahinter lagen. Am wenigsten, nämlich 4.400 Euro pro Schüler gab das Saarland aus.
01.12.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungSchaut man nur auf die Grundschüler, so ist ebenfalls eine erhebliche Spreizung der Ausgaben zu erkennen: So gibt Berlin mit 6.300 Euro kaum weniger aus als Hamburg (6.500 Euro) oder Sachsen-Anhalt (6.600 Euro), wenn auch erheblich weniger als Thüringen, das mit 6.800 Euro den Spitzenplatz einnimmt. Auf der anderen Seite wenden Nordrhein-Westfalen und das Saarland nur 4.900 Euro je Grundschüler auf.
Seit Beginn der Wahlperiode 2006 bis zum Jahr 2010 hat sich in Berlin das Ausgabenniveau für Schulen um 13 Prozent erhöht, für Hochschulen um 17 Prozent und für Kindertagesstätten um 25 Prozent. Bildungssenator Jürgen Zöllner nannte es eine "außerordentlich beachtliche Leistung Berlins, auch in einem finanziell schwierigen Umfeld die Prioritätensetzung für Bildung und Wissenschaft durchgehalten zu haben. Das ist nicht allen Ländern gelungen". Andererseits sei Berlins Bildungslandschaft aber auch nicht üppig ausgestattet, und die Steigerungsraten der vergangenen Jahre entsprächen dem bundesweiten Ziel, 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung und Wissenschaft zu investieren. "Dahinter dürfen wir nicht zurückfallen".
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