Bund und Sachsen fördern Forschungsbereich erneuerbare Energien im Freistaat in den nächsten Jahren mit 300 Millionen Euro

Der Bund und der Freistaat Sachsen stellen für den Forschungsbereich erneuerbare Energien in Sachsen rund 300 Millionen Euro in den Jahren 2009 bis 2013 zur Verfügung. Darunter sind 18 Millionen Euro, die vom Sächsischen Wissenschaftsministerium kurzfristig für dieses Jahr aus EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) Mitteln zusätzlich für die Förderung der Erneuerbaren Energien bereit gestellt werden.

31.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Die europaweite Spitzenposition Sachsens auf diesem Gebiet könne damit weiter gefestigt und ausgebaut werden. Das unterstrichen heute Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und der Sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk während ihres Pressegespräches im Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden.

Bundesminister Gabriel: "Die erneuerbaren Energien sind ein Jobmotor – besonders in Ostdeutschland. Bundesweit ist die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von 250.000 im Jahr 2007 auf knapp 280.000 gestiegen. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ist es wichtig, weiter in neue, klimafreundliche Technologien zu investieren. Ich bin beeindruckt von der Begeisterung und dem enormen Knowhow der Beschäftigten in den sächsischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die ich heute besucht habe."

Die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange verwies darauf, dass Sachsen durch die erfolgreichen Bewerbungen im Spitzenclusterwettbewerb des Bundes in den Projekten "Solarvalley" und "Cool Silicon" große Chancen habe, in der Energieforschung an die internationale Spitze der Technologieentwicklung vorzurücken. "Das IKTS, das an beiden Clustern beteiligt ist, ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Sachsen auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie schon heute Spitzenleistungen erbringt. Mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt es den Kern des größten europäischen Clusters der Hochtemperatur-Brennstoffzellentechnik dar." Ihr Haus habe dem IKTS in den letzten Tagen 11,2 Millionen Euro zusätzlich für die Ausstattung mit Geräten aus EFRE-Mitteln zur Verfügung stellen können.

"Die Entwicklungskompetenz der Dresdner Forschungseinrichtungen und Unternehmen liegt weltweit unter den Top 5", so Wirtschaftsund Arbeitsminister Thomas Jurk. "Wenn Deutschland auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie Schrittmacher in Europa ist, dann haben sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen beachtlich dazu beigetragen. Gegenwärtig sind etwa 250 Mitarbeiter in sächsischen Unternehmen primär und sekundär mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik beschäftigt, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung. Seit 2000 wurden mehr als 9 Millionen Euro für Brennstoffzellenaktivitäten im Rahmen der Technologieförderung und der einzelbetrieblichen GA-Förderung bewilligt."


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