DHV-Ministerranking: Olbertz holt sich Krone von Wanka zurück

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) ist nach 2007 zum zweiten Mal "Minister des Jahres". Seine hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen wurden im DHV-Ministerranking mit einem glatten "gut" bewertet und liegen damit um eine halbe Note besser als im Vorjahr. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU), die Vorjahressiegerin, musste sich trotz einer weiteren leichten Notenverbesserung (2,1/Vorjahr: 2,2) knapp geschlagen geben und belegt Platz 2. Den dritten Platz behauptet Saarlands Wissenschaftsminister, Joachim Rippel (CDU), mit einer Durchschnittsnote von 2,6 (Vorjahr: 3,2).

28.01.2009 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

Vom 17. November bis 15. Dezember 2008 hatten die Mitglieder des DHV und alle an Wissenschaftspolitik Interessierten zum fünften Mal die Gelegenheit, im Internet die Wissenschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern mit Schulnoten von "sehr gut" bis "ungenügend" zu bewerten sowie persönliche Kommentare abzugeben. An der Abstimmung haben ca. 2.700 Personen teilgenommen.

Bundesministerin Annette Schavan (CDU 3,6 /Vorjahr 3,7) landete im Mittelfeld auf dem 7. Platz. Die rote Laterne übernimmt die Bremer Senatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD), die ihre wenig schmeichelhafte Bewertung aus dem Vorjahr mit "mangelhaft" beibehielt. Hamburgs ehemaliger Wissenschaftssenator Jörg Dräger (parteilos), der drei Jahre hintereinander den letzten Platz belegte, konnte fast zwei Notenstufen wettmachen und verbesserte sich um neun Plätze auf Platz 6. Aufsteiger des Jahres ist jedoch Thüringens Minister Bernward Müller (CDU), der mit der Note "befriedigend" einstieg und sich den Platz 4 mit der rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD 3,1/Vorjahr: 3,3) teilt. Seine ebenfalls neuen Amtskollegen, Silke Lautenschläger (Hessen/CDU 3,9), Herlind Gundelach (Hamburg/CDU 4,2) und Werner Marnette (Schleswig Holstein/CDU 4,2) landeten dagegen auf den Plätzen 10 bzw. 12. Absteiger des Jahres ist der ehemalige Minister Dietrich Austermann (Schleswig-Holstein/CDU, 3,7/Vorjahr: 3,3), der von Platz 4 auf Platz 8 rutschte. Drei Ränge zum Vorjahr büßte Mecklenburg-Vorpommerns Minister Henry Tesch (CDU 3,9/Vorjahr: 3,7) ein, der von Platz 7 auf Platz 10 zurückfiel.

Der Sieger der Jahre 2005 und 2006, Berlins Senator Jürgen Zöllner (SPD), verlor zwei Plätze und rangiert auf Platz 8 (3,7, Vorjahr: 3,5). Im Mittelfeld finden sich auch der ehemalige bayerische Minister Thomas Goppel (CSU 3,5/Vorjahr: 3,5), Nordrhein-Westfalens Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP 3,7/Vorjahr: 4,0) und Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU 3,8/Vorjahr: 4,1) wieder.

Der "Minister des Jahres" wird erstmals im Rahmen der Wissenschaftsgala des DHV am 30. März 2009 in Düsseldorf geehrt. Das detaillierte Ergebnis des "DHV-Ministerrankings" finden Sie in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" sowie in der Anlage als pdf-Datei.

Forschung & Lehre 2/2009 erscheint am 30. Januar 2009. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.


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