Bildungsmesse

didacta: "Ein Appell für bessere Bildung"

(red) Sie könnte eine Messe der Superlativen werden: die didacta, heute in Hannover eröffnet, trumpft in diesem Jahr auf mit den meisten Ausstellern seit Anbeginn. Insgesamt 880 Unternehmen, Ministerien, Vereine und Verbände zeigen fünf Tage lang, was sie für die Bildung tun.

14.02.2012 Artikel

Lernen mit modernen Medien, Inklusion, frühkindliche Bildung und das lebenslange Lernen sind die zentralen Themen der Messe. Dem fügte der niedersächsische Kultusminister während seiner Eröffnungsrede noch ein weiteres hinzu: Angesichts der Energiewende gehöre die sogenannte Energiebildung auf den Stundenplan der Schulen.

Auch mit Preisen wird auf der Messe nicht gegeizt. Am Eröffnungstag zeichnete der Leiter des Mathematikums, Prof. Beutelspacher, Schüler aus, die die besten Videoclips zum Thema "Mathe macht munter" gedreht hatten.

<iframe width="484" height="276" src="http://www.youtube.com/embed/tQjQZBcnQLA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Und der Weiterbildungsinnovationspreis, kurz WIP genannt, machte in diesem Jahr das Dutzend voll - wurde er doch vom Bundesinstitut für Berufsbildung bereits zum zwölften Mal vergeben. Thema in diesem Jahr: "Weiterbildung für Ältere im Betrieb". Ausgezeichnet wurden drei Projekte. Unter anderem ein Programm für Frauen, die Führungskompetenzen aufbauen wollen.

"Wir wollen andere zum Nachahmen auffordern und animieren aber auch Erkenntnisse ziehen, und Weiterbildungsanbietern Anregungen geben, wenn sie gezielt Lernprogramme für älter Mitarbeiter auf den Markt bringen", erklärte BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser.

Wie lernen wir eigentlich? Dieser Frage geht eine Vortragsreihe während der gesamten Messe nach. Prominenter Auftaktreferent heute: Prof. Gerald Hüther von  der Uni Göttingen.

Sein Plädoyer: "Das was Schule hervorbringen müsste, ist eine Persönlichkeit, die über soviel Erfahrungen verfügt, dass sie selbst in der Lage ist, sich in unterschiedlichen Bereichen zurechtzufinden und eigene Talente und Grenzen kennenzulernen. Menschen, denen solche Erfahrungsräume angeboten worden sind, entwickeln sich zu kompetenten Persönlichkeiten."

Von der didacta müsse ein Appell für bessere Bildung ausgehen, hatte der Vorsitzende des Verbands Bildungsmedien Wilmar Diepgrond am Messemorgen gefordert. Kein utopisches Verlangen – so scheint es, wenn man einen Blick in die gut besuchten Ausstellungshallen, die spannenden Foren und die intensiv geführten Diskussionsrunden wirft.


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