DPhV-Vorsitzender Meidinger bedauert Rücktritt des sächsischen Kultusministers
Mit Bedauern, aber auch mit großem Respekt hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, den Rücktritt des sächsischen Kultusministers Roland Wöller zur Kenntnis genommen.
21.03.2012 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)"Ich bedauere sehr, dass mit Roland Wöller einer der kenntnisreichsten und profiliertesten Kultusminister aus der Bildungspolitik ausscheidet, der sich sehr erfolgreich in seinem Bundesland, aber auch darüber hinaus, für die Schüler, die Lehrkräfte, die Schulen und die Bildungsqualität insgesamt eingesetzt hat. Respekt verdient, dass er die Sache der Bildung höher geschätzt hat als sein Amt und sich nicht gegen seine Überzeugungen hat verbiegen lassen. Sein Verdienst an dem rasanten Bildungsaufstieg Sachsens bleibt unbestritten!", sagte Meidinger.
Meidinger appellierte an den sächsischen Ministerpräsidenten, die massive Kürzung der Lehrerstellen trotz steigender Schülerzahlen zurückzunehmen, ansonsten sei die Spitzenstellung Sachsens ernsthaft gefährdet. "In Sonntagsreden die Schulen und den Stellenwert von Bildung loben, aber werktags Bildungsausgaben kürzen, – mit dieser unseligen Praxis vieler Verantwortlicher in der Politik muss endlich Schluss sein!", forderte der Verbandsvorsitzende.
Meidinger wies darauf hin, dass die CDU mit Wöller eines ihrer letzten bildungspolitischen Schwergewichte auf Landes- und Bundesebene verliere und damit auch erneut an Kompetenz in diesem Bereich einbüße. "Wer bei Koalitionsverhandlungen regelmäßig das Schulressort opfert und die besten eigenen Köpfe gehen lässt, darf sich nicht wundern, wenn die Union in diesem wichtigen Politikfeld eine immer weniger wahrnehmbare Rolle spielt!", betonte der Verbandschef.
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