Dr. Eva-Maria Stange: "Industriekultur hat Sachsen geprägt"
"Die Industriekultur hat Sachsen geprägt. Industriekultur meint dabei nicht allein den Erhalt und die Pflege technischer Denkmale. Sie umfasst gleichermaßen Erfindergeist und Kreativität wie auch technischen und wissenschaftlichen Fortschritt. Damit ist die Industriekultur für Sachsen ebenso identitätsstiftend wie beispielsweise das Grüne Gewölbe", sagte Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden im Vorfeld einer morgen beginnenden Fachtagung zum Thema Industriekultur in Sachsen der Kulturstiftung des Freistaates. Das tatsächliche Potenzial, das Industriekultur sowohl für die sächsische Identität als auch für die Herausbildung von Erfindergeist und Kreativität biete, sei lange Zeit unbeachtet geblieben.
19.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Wir brauchen eine tragfähige Lösung, bei der der Freistaat einen maßgeblichen Anteil an der Finanzierung der Industriekultur hat. Dafür werden wir in den kommenden Jahren zu sorgen haben", sagte die Ministerin. Sie begrüße vor diesem Hintergrund den Beschluss des Sächsischen Landtages, dem Zweckverband in den Jahren 2009 und 2010 jeweils 450 000 Euro und 510 000 Euro zusätzlich für Projekte zur Verfügung zu stellen.
Der Zweckverband Sächsisches Industriemuseum müsse künftig stärker profiliert und strukturell wie inhaltlich als Basis für ein Kompetenzzentrum Industriekultur weiter entwickelt werden. Partner dafür könne auch die Bergakademie Freiberg sein. Sie unterstütze, so Ministerin Dr. Stange, die bei einer Anhörung im Sächsischen Landtag angemahnte Erarbeitung einer wissenschaftlichen Konzeption, das aufzeige, wie herausragende Objekte sächsischer Industriekultur künftig unter einem gemeinsamen Dach besser zusammengehen könnten. Kommunen, Land, Wirtschaft und Sponsoren seien hier gemeinsam in der Pflicht. Die Sächsische Museumskonzeption, die im April der Öffentlichkeit vorgestellt werde, werde genau dieses Engagement thematisieren.
Sachsens Kunstministerin wird im Rahmen der Tage der Industriekultur in Dresden am kommenden Sonntag, dem 22. März ab 10 Uhr das Bahnbetriebswerk Dresden (Zwickauer Straße 86) besuchen. Ab 10. 45 Uhr ist eine Rundfahrt mit der neuen Stadtlinie "Industriekultur Sachsen" geplant.
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