"Ein herzliches 'Vergelt's Gott' für jahrzehntelange Dienste an der Gesellschaft"

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider händigte heute das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Persönlichkeiten aus, die sich besonders um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. "Ihnen allen sage ich: ein herzliches 'Vergelt's Gott' für jahrzehntelange Dienste an der Gesellschaft", so Kultusminister Schneider. Verliehen wird das Verdienstkreuz durch den Bundespräsidenten.

25.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Geehrt wurden:

Alfred Altmann aus Neuried
Alfred Altmann leitet seit 1975 als 1. Vorstand den Sportkeglerclub (SKC) Alemannen 55 und seit 1991 auch den Münchner Keglerverein. 1978 wurde Alfred Altmann zum Bezirksvorsitzenden des Bezirks München des Bayerischen Sportkegler-Verbandes, 1990 zum 2. Vorsitzenden des Landesverbandes und 1996 zum 1. Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt. Durch Altmanns Einsatz konnte in München eine der größten Kegelanlagen der Bundesrepublik Deutschland mit 18 Bahnen verwirklicht werden. Von 1999 bis 2002 bekleidete Altmann das Amt des Präsidenten des Deutschen Keglerbundes. Bei drei Weltmeisterschaften fungierte Altmann als Schiedsrichter und 1986 verantwortete Alfred Altmann als Präsident des Organisationskomitees die Kegel-Weltmeisterschaft. "Ihre ausgezeichneten nationalen und internationalen Kontakte halfen Ihnen dabei, auch diese Großveranstaltung professionell vorzubereiten, zu koordinieren und zu organisieren", betonte Kultusminister Schneider.

Frieda Baumgärtel aus Rehau
Frieda Baumgärtel hatte sich als treibende Kraft in den 1950er Jahren für den Bau einer Kirche im Ortsteil Ziegelhütte von Rehau engagiert und später auch dem Kirchenvorstand der Martin-Luther-Kirche angehört. Sie machte sich dafür stark, dass die evangelisch-lutherische Gemeinde Kontakte im Ausland aufbaute, etwa zu der englischen Gemeinde in Chippenham. "Wie eine Herbergsmutter nahmen Sie junge Menschen bei sich auf", würdigte Staatsminister Schneider das Engagement von Frau Baumgärtel. Frieda Baumgärtel gilt bis heute als Eckpfeiler der Eine-Welt-Arbeit in der Gemeinde in Rehau und bringt sich nachhaltig in der gesamten Arbeit der Kirchengemeinde ein. Seit 1981 engagiert sich Frau Baumgärtel für die Bewohner des Diakonischen Sozialzentrums Rehau der Rummelsberger Anstalten.

Prälat Hans Frieß aus Dillingen an der Donau
Prälat Frieß fungiert seit 1993 als Geistlicher Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen und Vorsitzender des Stiftungsrates und trägt die Verantwortung für 13 regionale Zentren in Bayern. In diesen betreuen rund 150 Schwestern und 4.200 Mitarbeiter gegenwärtig etwa 7.500 Menschen mit Behinderung in verschiedenen Einrichtungen, Therapie- und Beratungsangeboten.
Die Konzeption der Regens-Wagner-Stiftungen richtet sich nach dem konkreten Bedarf der behinderten Menschen. Auf Veranlassung von Prälat Frieß sind in den vergangenen Jahren z.B. die Wohnangebote für Menschen mit Behinderung dezentralisiert worden, vier Pflegeeinrichtungen für behinderte Menschen seien geschaffen und die Tagesbetreuung für ältere Menschen mit Behinderung ist ausgebaut worden. "Größten Wert legten Sie darauf, dass sich fachlich qualifiziertes Personal nach dem christlichen Menschenbild und im Sinne des christlichen Leitbildes für die Menschen mit Behinderung einsetzt", betonte Kultusminister Schneider. Die Stiftung hat im Jahr 2000 auch eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Ungarn eröffnet.
Hans Frieß hat als Aktor im Erhebungsverfahren beim Seligsprechungsprozess des Gründers der Stiftungen, Regens Johann Evangelist Wagner, fungiert.

Barbara Rauscher aus Neuburg an der Donau.
Barbara Rauscher war als aktive Synchronschwimmerin dreifache Deutsche Meisterin im Duett und siebenfache Meisterin in der Gruppe für Vereine ohne Winterbad. Sie hatte 1973 die Synchronschwimmabteilung des TSV Neuburg/Donau gegründet und als Trainerin so erfolgreich geleitet, dass der TSV Neuburg zu den erfolgreichsten Synchronschwimmvereinen im Deutschen Schwimm-Verband zählt. Seit 1992 gehört sie dem Präsidium des Bayerischen Schwimmverbandes als Fachwartin für Synchronschwimmen an. Seit 1987 fungiert sie als Wertungsrichterin des Weltschwimmverbandes "Fédération Internationale de Natation Amateur" 2005 stieg Barbara Rauscher in die höchste Wertungsrichtergruppe auf und wurde zur Weltmeisterschaft 2007 in Melbourne nominiert. Als Wertungsrichterin für Synchronschwimmen war sie z.B. auch bei den Europameisterschaften 2002 und 2004 tätig. Staatsminister Siegfried Schneider fügte hinzu: "Mit Ihrem beispielhaften Engagement haben Sie sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht."


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