Erfreuliche Zunahme bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung

Die Wirtschaftskrise drückt zunehmend auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen stieg im Februar auf 3,552 Millionen. Dies seien 63.000 mehr als im Januar und 66.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent.

26.02.2009 Pressemeldung Bundesverband der Träger beruflicher Bildung e.V. (BBB)

"Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die Erwerbstätigkeit nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt.", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Eine erfreuliche Entwicklung hingegen zeigte sich im Februar bei der von der BA geförderten Qualifizierung. Gegenüber Januar sind im Februar 2009 die Neueintritte in geförderte Qualifizierungsmaßnahmen insgesamt um fast 13.000 - oder 45 % - gestiegen. Der Bestand der Personen, die sich in einer Qualifizierungsmaßnahme befinden, stieg um 3,4 % auf insgesamt 162.429.

Unterschieden nach den beiden Rechtskreisen ergeben sich für Februar folgende Zahlen:

SGB II SGB III
Zugänge 13.559 28.155
Bestand 73.385 89.044




Beim genaueren Hinschauen fällt auf, dass die Zahlen im Rechtskreis SGB II, also bei den Langzeitarbeitslosen, nicht im selben Umfang gestiegen sind wie im Rechtskreis des SGB III.

Bei den Bestandszahlen ist im SGB II-Bereich sogar eine leichte negative Entwicklung - um -1 % gegenüber Januar - festzustellen.

"Trotz der erfreulichen Entwicklung bei der Zahl der Qualifizierungen insgesamt geben die aktuellen Bestandszahlen im Bereich des SGB II Anlass zur Sorge. Hier muss deutlich mehr getan werden," kommentierte der BBB-Vorsitzende Siegfried Schmauder heute in Berlin die aktuellen Zahlen. "Damit die Betreuung der Langzeitarbeitslosen so effektiv wie möglich gestaltet wird, müssen alle Möglichkeiten der Förderung ausgeschöpft werden. Zudem ist es unerlässlich, die Neuordnung beim SGB II schnellstmöglich umzusetzen. Die angekündigte Neustrukturierung muss bereits ihre Wirkung entfalten können, bevor die Folgen der Wirtschaftskrise auch in diesen Bereich massiv einwirken."


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden