Frauenanteil im Schulbereich bei knapp 66 Prozent

Wie das Statistische Landesamt nach einer ersten Auswertung der Ergebnisse zur Personalstandstatistik feststellt, waren zum Stichtag 30. Juni 2009 knapp 263 000 Beschäftigte, darunter gut 143 000 Frauen (knapp 55 Prozent), im unmittelbaren öffentlichen Dienst des Landes1) Baden-Württemberg beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme von rund 3 000 Beschäftigten, darunter ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 1 600 gestiegen. Die Veränderung resultiert aus einer Zunahme der Zahl der weiblichen Beschäftigten von knapp 3 200 und einer Abnahme der Zahl der männlichen Beschäftigten von rund 200.

28.12.2009 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Während der Frauenanteil im unmittelbaren öffentlichen Dienst des Landes bereits im Jahr 2005 mit gut 51 Prozent erstmals über dem Anteil der männlichen Beschäftigten lag, betrug ihr Anteil an den Vollzeitäquivalenten2) - bedingt durch die überwiegende Teilzeitbeschäftigung der Frauen - nur knapp 47 Prozent. Mit Stichtag 30. Juni 2009 liegt nun auch der Anteil der Frauen an den Vollzeitäquivalenten mit 50,2 Prozent erstmals leicht über dem der Männer. Zahl der Beschäftigten im Bildungswesen nimmt weiter zu

Im Bereich des Bildungswesens kam es wie im Vorjahr zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen, gleichzeitig stagnierte in den meisten Aufgabenbereichen die Zahl der Beschäftigten oder ging zurück. So ist im Bereich allgemeinbildende und berufliche Schulen3) ein Plus von ca. 1 1004) Personen festzustellen: Während die Zahl der weiblichen Beschäftigten in diesem Bereich um rund 1 700 auf insgesamt 83 000 gestiegen ist, hat sich die Zahl der männlichen Beschäftigten hingegen um knapp 600 auf rund 44 000 reduziert. Damit ist der Frauenanteil im Schulbereich um 1 Prozent auf nun knapp 66 Prozent gestiegen. Im Bereich der Hochschulen hat sich der Personalbestand um rund 2 200 Personen (knapp 6 Prozent) erhöht.5) Der Frauenanteil im Hochschulbereich ist hierdurch von gut 42 auf knapp 43 Prozent leicht angestiegen.

1) Der Kernhaushalt (im Haushalt brutto geführte Behörden, Gerichte, Einrichtungen) und die Landesbetriebe (als Sonderrechnung geführte rechtlich unselbständige Einrichtungen und Unternehmen).

2) Summe der Vollzeit- und der Teilzeitbeschäftigten, gewichtet mit ihrem tatsächlichen Arbeitszeitfaktor.

3) Nicht ausschließlich Lehrkräfte.

4) Darunter ein Zugang von rund 100 Beschäftigten der Stadt- und Landkreise aufgrund des Verwaltungsstrukturreform-Weiterentwicklungsgesetz (VRWG) zur Einrichtung von staatlichen Schulämtern.

5) Durch die Umwandlung der Berufsakademien zur Dualen Hochschule sind knapp 1 000 Beschäftige in den Hochschulbereich übergegangen. Diese sind beim Vorjahresvergleich berücksichtigt.

Weitere Informationen


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden