GEW: "Zwei Schritte vorwärts – und keinen zurück"
"Jungen und Mädchen brauchen eine geschlechtergerechte Bildung. Sie sollen sich als Individuen entfalten und in ihrer Lebensplanung nicht als das typische Mädchen oder der typische Junge auf traditionelle Rollenzuweisungen eingeschränkt werden", sagte Anne Jenter, für Frauenpolitik verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), heute anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Zwar seien zurzeit die Jungs als Bildungsverlierer in die Schlagzeilen geraten, Mädchen zögen aber weiterhin in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern und bei der Berufswahl den Kürzeren. "Es ist überfällig, dass Schulen mit der geschlechtergerechten Bildung Jungen und Mädchen in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen fördern", sagte die Expertin für Frauenpolitik.
07.03.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft"Bei der geschlechtergerechten Bildung müssen wir endlich zwei Schritte vorwärts und keinen zurückgehen, entsprechend dem Motto des Frauentages", sagte Jenter. Die internationalen Schulvergleichsstudien zeigten, dass deutsche Schulen eher dazu beitrügen, Geschlechterungerechtigkeit zu verstärken als sie abzubauen.
Info: Infos zum Frauentag finden Sie in der aktuellen Ausgabe der GEW-Bundeszeitung "Erziehung und Wissenschaft", die Sie beim GEW-Hauptvorstand, Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main, Renate Körner, Fax 069/789 73-202, bestellen oder im Internet unter: www.gew.de abrufen können.
Mit dem 14. Bundeskongress "Frauen und Schule", der unter dem Motto "Bildung neu bilden – Balancen finden" steht, will die GEW vom 19. bis 21. April in Potsdam das Wissen über geschlechtergerechte Bildung weiterentwickeln und alle Pädagogen ermutigen, Neues auszuprobieren. Die GEW und der Verein "Frauen und Schule" sind Veranstalter der Tagung. Alle weiteren Informationen finden Sie im Internet unter: www.frauen-und-schule.de
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