Glowatzky-Stiftung vergibt 10.000 Euro an junge Sachsen für herausragendes Engagement
Die diesjährigen Preisträger des Erich-Glowatzky-Preises stehen fest. Der ehemalige sächsische Kultusministers Karl Mannsfeld als Vorsitzender des Kuratoriums der Glowatzky-Stiftung hat heute (Freitag, 20. März 2009) in Dresden die Auszeichnung an drei junge Sachsen feierlich übergeben. In diesem Jahr wurden herausragende Leistungen auf sozialem und gesellschaftlichem Gebiet sowie im Bereich Naturwissenschaften geehrt.
20.03.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusDen mit 6.000 Euro dotierten 1. Preis hat Stefan Albrecht aus Leipzig erhalten. Der 30jährige ausgebildete Bauingenieur hat sich bei mehreren längerfristigen Arbeitseinsätzen in Katastrophengebieten unter anderem in Sri Lanka, Ruanda und Indonesien beim Wiederaufbau von Häusern, Schulen und Krankenhäusern engagiert. Bei den durch die Organisation Grünhelme e. V. vermittelten Hilfseinsätzen wurde besonderer Wert darauf gelegt, die praktische Entwicklungshilfe gemeinsam mit den Einwohnern zu leisten und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Kooperation über Grenzen verschiedener Religionen und Kulturen hinweg war stets ein Anliegen dieser Einsätze.
Außerdem vergab das Kuratorium zwei dritte Preise, dotiert jeweils mit 2.000 Euro. Einen dritten Preis erhielt die 15jährige Marit Behner aus Sebnitz. Damit würdigt die Jury ihr hohes Engagement in verschiedenen Gremien – von der Klassensprecherin über ihre Arbeit im Jugendring bis hin zur Unicef-Junior-Botschafterin. Besonders eindrucksvoll erschien der Jury darüber hinaus, dass sich Marit Behner schon im Alter von 12 Jahren als Autorin einer Geschichte ("Angst um Ronja") hervorgetan hat, die bei Vorleseveranstaltungen in der Region viel Beifall fand und die inzwischen sogar als gedrucktes Buch vorliegt.
Thai Le Tran aus Leipzig wurde ebenfalls mit einem dritten Preis ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit die herausragenden Leistungen und Erfolge, die der heute 19jährige als Gymnasiast bei nationalen und vor allem bei internationalen Wettbewerben im naturwissenschaftlichen Bereich erzielt hat. So belegte er bei der Internationalen Biologieolympiade im indischen Bombay unter Teilnehmern aus 55 Ländern und fünf Kontinenten den siebenten Platz. Bei der Nationalen Biology Comeptition der University of Toronto, an der sich rund 6.000 Schüler aus 415 Schulen beteiligten, konnte Thai Le Tran als bester Nichtkanadier in der Einzelwertung einen hervorragenden 17. Platz belegen.
Der Glowatzky-Preis und die gleichnamige Stiftung wurden 1998 von dem aus dem westsächsischen Fraureuth gebürtigen Erich Glowatzky begründet, der in den 1930er Jahren nach Australien auswanderte, wo er ein erfolgreicher Unternehmer wurde. Die Beziehungen zu seiner alten Heimat gab er nie auf. Mit dem Glowatzky-Preis werden alljährlich junge Menschen aus Sachsen im Alter bis zu 30 Jahren geehrt, die sich durch herausragende Leistungen auf wissenschaftlichem, technischem, künstle¬rischem oder sozialem Gebiet um das Ansehen des Freistaates verdient gemacht haben. Informationen im Internet unter www.sachsen-macht-schule.de/glowatzky.
Keine Kommentare vorhanden