Internationale Bildungsindikatoren: Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter ermöglicht Ländervergleiche
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist eine neue Ausgabe der "Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich" erschienen. Diese Gemeinschaffsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ermöglicht anhand international standardisierter Indikatoren einen Vergleich der Bildungssituation in den Bundesländern und deren Einordnung anhand des OECD-Durchschnitts.
14.09.2011 PressemeldungDie Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-Operation and Development - OECD) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens in ihren Mitgliedsstaaten. Die OECD-Publikation "Bildung auf einen Blick" wird nun zum sechsten Mal durch eine Gemeinschaffsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ergänzt, in der ausgewählte OECD-Indikatoren für Deutschland und seine Länder präsentiert werden. Das Bildungswesen ist im föderalen System Deutschlands eine Kernaufgabe der Länder. Auf der Basis international standardisierter Indikatoren wird damit u. a. ein Vergleich von Bildungsstand, Bildungsbeteiligung, Bildungsausgaben und -erträgen zwischen den Ländern und mit dem OECD-Durchschnitt möglich.
So verfügten 2009 in Bayern rund 28 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 25 und 64 Jahren über einen tertiären Ausbildungsabschluss. Dazu rechen u. a. Fachschulabschlüsse, Meister-/Technikerausbildung, Hochschulabschlüsse und Promotionen. Im Bundesdurchschnitt lag der Wert für dieses Ausbildungsniveau bei 26 Prozent (OECD-Durchschnitt: 30 Prozent). Der Abschluss des Sekundarbereichs II (u. a. Abschluss einer Lehrausbildung, einer Berufsfachschule, Hochschulreife) wird in der Europäischen Union als Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt angesehen. Bei den 20- bis 24-Jährigen konnten in Bayern 81 Prozent mindestens dieses Ausbildungsniveau vorweisen. Bayern nimmt hier einen Spitzenplatz unter den Ländern ein (Deutschland: 74 Prozent).
Auch bei der Beschäftigungssituation hat Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern eine überdurchschnittlich gute Position. So lag die Beschäftigungsquote von Personen mit Abschlüssen im Tertiärbereich in Bayern bei 87,6 Prozent (Deutschland: 86,4 Prozent). Auch bei den anderen Qualifikationsniveaus belegt Bayern vordere Plätze.
Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen betrugen 2008 in Bayern pro Schüler bzw. Studierenden im Durchschnitt 7 900 Euro, das waren 500 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt und 700 Euro mehr als im OECD-Durchschnitt.
Die neue Gemeinschaftsveröffentlichung "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" kann im gemeinsamen Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (www.statistik-portal.de, "Veröffentlichungen") als Datei kostenlos heruntergeladen werden.
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