Kinderarmut nicht hinnehmbar!
"Die Bundesregierung und die Länder stehen mehr denn je im Wort, Deutschland bis 2010 zu einem der kinder- und familienfreundlichsten Länder Europas zu machen", betont der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger anlässlich des heute vom Deutschen Kinderhilfswerk vorgestellten Kinderreports.
15.11.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)"Wir laufen Gefahr, dass immer mehr Kinder und Familien in Deutschland im Teufelskreis zwischen Armut, Bildungsarmut und Krankheit gefangen werden", warnt Eckinger. Der jüngste Kinderreport bestätige ein weiteres Mal die Fieberkurve. Inzwischen seien mehr als zehn Prozent der Bevölkerung davon betroffen. 14 Prozent aller Kinder würden als arm eingestuft. Eckinger bezeichnete diese Tatsachen als "gesellschaftlichen Skandal, der ein immenses Potential sozialen Sprengstoffs enthalte".
Für den VBE erneuert der Bundesvorsitzende die Forderung nach einem gebührenfreien Zugang aller Kinder zum Kindergarten als Einstieg in die Bildungslaufbahn. "Viel konsequenter als bislang muss im deutschen Bildungssystem der direkte Zusammenhang zwischen sozialer wie ethnischer Herkunft und Bildungskarriere aufgebrochen werden", so der VBE-Bundesvorsitzende. Als "positiv" wertet Eckinger den Trend zur zweigliedrigen Sekundarstufe in mehreren Bundesländern. "Es ist eine große Chance, Sackgassen in unserem Bildungssystem abzubauen und Bildungswege nach oben offener zu gestalten."
"Das Bekenntnis allein zum individuellen Fördern und Fordern als neues Bildungsprinzip, wie es vor einem Jahr zwischen KMK und den Lehrerorganisationen vereinbart wurde, reicht nicht aus. Diese vereinbarte Offensive für Qualität und Bildungsgerechtigkeit muss in den Ländern durch die notwendigen Gelingensbedingungen gesichert werden", fordert Eckinger.
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