Klett-Vorstandsvorsitzender freigestellt
(bikl.de) Uwe Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Ernst Klett AG ist mit sofortiger Wirkung freigestellt. Auch Richard Spies, Geschäftsführer von Klett Lernen und Wissen, wurde von seinen Aufgaben entbunden. Das berichtete das Börsenblatt.
07.09.2007 ArtikelDiese "Fakten" bestätigte jetzt auch der Leiter der Unternehmenskommunikation der Ernst Klett AG, Dr. Thomas Klugkist, gegenbüber bildungsklick.de. Eine inhaltliche Stellungnahme des Verlags liegt noch nicht vor, aber, so Sprecher Klugkist, die Begründung werde noch folgen.
Das Börsenblatt vermutet, dass es zwischen Vorstandsvorsitzendem und Aufsichtsrat zu einem Dissens über die strategische Ausrichtung des Unternehmens gekommen sei.
Brinkmann hatte den Vorsitz des Vorstands der Ernst Klett AG erst im Jahr 2006 übernommen. Im März diesen Jahres war der Vorstand dann um zwei weitere Mitglieder erweitert worden: Thomas Baumann und Philipp Haußmann, bisher Geschäftsführer der Ernst Klett Verlag GmbH sowie der Ernst Klett Sprachen GmbH, gehörten seitdem neben dem Vorstandsvorsitzenden sowie dem Finanzvorstand Arthur Zimmermann zum operativen Führungsgremium des Bildungskonzerns.
Im April 2007 noch konnte Brinkmann bei der Bilanzpressekonferenz mit guten Zahlen aufwarten: Der Umsatz der Unternehmensgruppe war im Jahr 2006 um rund 54 Millionen Euro oder 15% auf 406,6 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte auf 15 Millionen Euro sogar mehr als verdoppelt werden.
Zum Ausscheiden von Dr. Richard Spies teilte der Verlag am Freitagabend mit, seine Tätigkeit ende im gegenseitigen Einvernehmen aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über strategische Projekte der Gesellschaft.
Die Klett Gruppe ist mit ihren rund 70 Unternehmen an über 38 Standorten in 16 Ländern präsent. Sie bringt über 3000 neue Titel und ca. 50 Zeitschriften im Jahr heraus.
Weiterführende Links
- Ernst Klett AG
- Börsenblatt: Uwe Brinkmann muss gehen
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