Kultusstaatssekretär Sibler und Haus der Bayerischen Geschichte eröffnen am 18. Februar die erste Ausstellung "Geschichte frei Haus" mit "Musik im Mittelalter" im Kultusministerium

"Geschichte frei Haus", unter diesem Motto präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte mit Sitz in Augsburg gemeinsam mit Kultusstaatssekretär Bernd Sibler am 18. Februar um 16.30 Uhr in München ein ganz neues Konzept seiner Ausstellungen für Schulen und andere Einrichtungen. Es umfasst Materialien und Vorlagen, die es erlauben, historische bzw. fächerübergreifende Themen kostengünstig und dennoch attraktiv vor Ort aufzugreifen und auszustellen.

12.02.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Premiere-Ausstellung bietet das Haus der Bayerischen Geschichte mit der "Musik im Mittelalter".

"Ich freue mich, dass das Haus der Bayerischen Geschichte so intensiv mit unseren Schulen zusammenarbeitet", so Staatssekretär Bernd Sibler. Gerade die Musik des Mittelalters, mit der die neue Ausstellungskonzeption erprobt wird, verdiene es, in der Schule gewürdigt zu werden.

Der Vorzug der neuen Konzeption, der auf dem Versand von DIN A 0-Plakaten beruht, beschreiben die Ausstellungsmacher Dr. Josef Kirmeier und Peter Lengle so: "Wir können künftig kostengünstig jeder Schule rasch und ohne großen Aufwand unsere aktuellen Ausstellungen übermitteln." Und die Schulen gewinnen dabei noch Gestaltungsmöglichkeiten. "Natürlich steht es den Schulen frei, die DIN A 0-Plakate um Exponate aus der Region oder Dingsymbole zu ergänzen; ebenso können sie Zeichnungen und Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler oder auch Musikaufführungen damit verbinden", ergänzt Josef Kirmeier. Gerade letzteres bietet sich angesichts der Thematik "Musik im Mittelalter" geradezu an, ebenso wie etwa, Musikinstrumente als Nachbauten zu zeigen.

Das Haus der Bayerischen Geschichte liefert selbst eine CD-Rom zur inhaltlichen Vertiefung der Ausstellung "Musik im Mittelalter" dazu. 12 bis 15 Großplakate will das Haus der Bayerischen Geschichte für solche Schulpräsentationen zu den verschiedensten Themen künftig zusammenstellen. Inhaltlich entführen die Ausstellungspädagogen um Dr. Josef Kirmeier und Peter Lengle und die Capella Bambergensis unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Spindler mit "Musik im Mittelalter" auf einen weiten Weg vom frühen Mittelalter, das musikalisch durch die Kirchenchoräle von Papst Gregor dem Großen gekennzeichnet ist, bis zur Zeitenwende um 1500, als mit beweglichen Typen Noten gedruckt und rasch vervielfältigt werden konnten. Damals, vor 500 Jahren, haben die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus und die Reformation die einheitliche Welt des Mittelalters in eine vielfältige Deutung des Geschehens aufgelöst, eine Vielfalt, die sich rasch auch in der Musik niederschlagen sollte.

Die Stationen, die "Musik im Mittelalter" lebendig werden lassen will, sind vielfältig: Klänge in Kathedralen und Klöstern auf der Basis der Neumen, der Notenschrift des Mittelalters, kommen dabei ebenso vor wie die Tanzmusik aus der Feder des Minnesängers Hiltpold von Schwangau. Natürlich ist der Minnesang des Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach aus der Ausstellung ebenso wenig wegzudenken wie der Meistersang, der in den spätmittelalterlich Stadt seine Blüte erlebte. Von der Einstimmigkeit zur Mehrstimmigkeit führt die Komposition in dieser Epoche, die fälschlicherweise gern als das "dunkle Mittelalter" missverstanden wird. Auch die Instrumente, die diese Klänge hervorbrachten wie Schalmei, Darabuka oder Psalter werden vorgestellt.

In den kommenden Monaten sind als weitere Ausstellungsprojekte in dieser Reihe "Geschichte frei Haus" vorgesehen:

  • Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945,
  • Juden in Bayern,
  • Reichsstädte
  • sowie Bayern im Mittelalter.

Siehe auch www.hdbg.de.


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