"Regionen als Sockel für Europa – Bayerische Heimat vermittelt Menschen Identität"
Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute das internationale Symposium "Europa der Regionen" im Münchner Wirtschaftsministerium eröffnet. Der Ort war ausgewählt worden, weil er für die Bedeutung der Regionen in Europa und für wichtige Weichenstellungen in der deutschen Geschichte steht: In diesen Räumen in der Landeshauptstadt hatte 1947 die erste und letzte gesamtdeutsche Ministerpräsidentenkonferenz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Wiedervereinigung stattgefunden; ebenso 1990, also 43 Jahre später, die zweite und erste nach dem Fall der Mauer.
25.11.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusStarke Regionen bezeichnete Dr. Ludwig Spaenle als "Besonderheit der europäischen Verfasstheit". Europa hat die Regionen als "Sockel", als "Fundament". Sie hätten viel stärker als die Nationalstaaten die Identität der Menschen in Europa geprägt hat. Die Regionen bieten die Chancen, dass sie den Menschen auch im frühen 21. Jahrhundert eine politische Heimat innerhalb Europas ermöglichen.
"Ich bin überzeugt, dass die Regionen als wichtigste Bausteine eines demokratisch verfassten Europas dienen", so Bayerns Kultusminister, der im Jahr 2010 auch Präsident der Kultusministerkonferenz der deutschen Länder ist. Europa könne nur auf der Grundlage von Menschen, die auf einem festen Punkt stehen könnten die Menschen in Europa auch eine zentrale Rolle in der Welt spielen.
Zu dem Blick auf die Bedeutung der Regionen in einem zusammenwachsenden Europa, auf die Menschen dort und deren kulturellen und sozialen Besonderheiten im Rahmen einer Tagung hatten das Bayerische Kultusministerium und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ins Bayerische Wirtschaftsministerium in die Prinzregentenstraße 28 eingeladen.
Die Tagung, an der renommierte Historiker und Sozialwissenschaftler als Referenten mitwirken, soll deutlich machen, dass "Europa mehr ist als die Summe seiner Nationalstaaten". Gerade in einer Zeit, in der Europa für viele Menschen mit Unübersichtlichkeit und vielen Fragezeichen verbunden ist, kommt den Regionen eine neue Rolle zu. Eine Rolle, die Identität vermittelt. Die kulturelle und soziale Pluralität und darauf fußend auch die Kreativität als Fundament für die europäische Identität liegt in den Regionen.
Zu den Referenten gehören u.a. die Professoren Walther L. Bernecker (Erlangen-Nürnberg), Frank-Lothar Kroll (Jena), Rolf Steininger (Innsbruck), Ferdinand Kramer (München), Dirk Götschmann (Göttingen), Michael Gehler (Hildesheim), Oriol Mir Puigpelat (Barcelona) sowie der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Franz Maget, und Vertreter von Behörden der EU, der Bundesrepublik und Bayerns. Dabei wird der inhaltliche Fokus auf Grundsatzfragen, aber auch ganz konkret auf Regionen wie Bayern, Sachsen, Schottland, Südtirol aber Katalonien gerichtet.
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