Studie

Soziale Online-Netzwerke für Jugendliche "Pflicht"

(red/pm) Rund 500 Millionen Menschen weltweit nutzen das größte Soziale Online-Netzwerk Facebook. Daneben existieren unzählige regionale und lokale Online-Netzwerke. Für Jugendliche, so eine aktuelle Untersuchung der Uni Leipzig, sind Facebook & Co. längst zu einem zentralen Bestandteil ihres Medienalltags geworden. Dies birgt Chancen aber auch Risiken.

19.01.2011 Artikel

Viele Jugendliche bewegen sich selbstverständlich auf den Netzwerkplattformen, so das Ergebnis der Untersuchung von Prof. Dr. Bernd Schorb und seinen Mitarbeitern. Schließlich sind Freunde, Klassenkameraden und fast alle Gleichaltrigen dort vertreten. Für die Heranwachsenden ist es also unumgänglich in einem Sozialen Online-Netzwerk zu sein. Dabei, so die Studie weiter, zeigt sich ein deutlicher Trend zum ´Zweitnetzwerk`: Insgesamt 70 Prozent der online befragten Jugendlichen sind auf mindestens zwei Netzwerkplattformen aktiv. Ein Drittel der Befragten nutzt sogar drei oder mehr Plattformen. Der Grund: Die Jugendlichen sind auf verschiedenen Plattformen mit unterschiedlichen Freundeskreisen vernetzt oder können dort mit ´Gleichgesinnten` Kontakt schließen.

Genutzt werden die Plattformen in erster Linie zur Kommunikation mit Freunden und Bekannten und damit zur Pflege von (realen) sozialen Beziehungen. Dabei gehen viele Jugendliche auffallend leichtfertig mit ihren Daten um. Fast alle Befragten kennen die Privatsphäre-Einstellung und damit die Möglichkeit, den Zugriff Fremder auf das eigene Profil zu unterbinden. Doch weniger als die Hälfte von ihnen macht von dieser Funktion Gebrauch. Das liegt unter anderem daran, dass die Jugendlichen in den Netzwerken neue Beziehungen aufbauen wollen, aber auch an dem Wunsch nach umfassender Selbstpräsentation.

Diese Ambivalenz – das Wissen um die Gefahr und der Wunsch nach deutlicher Präsenz im Netz - führt zu Unsicherheiten im Handeln der Jugendlichen, so die Autoren, "die auf notwendige medienpädagogische Unterstützung verweisen".


Weiterführende Links

  • Ergebnisreport "Medienkonvergenz Monitoring. Soziale Online-Netzwerke-Report 2010"

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