Tablet-PCs für Senioren: Was besser werden muss
(red/idw) Erleichtern Tablet-PCs Senioren die Nutzung von Computern und Internet? Das wollten Forscher der Universität Koblenz-Landau wissen. Heute haben sie erste Ergebnisse präsentiert.
15.11.2013 Artikel19 Senioren erprobten über einen Zeitraum von drei Monaten unter Leitung des Instituts für Wissensmedien der Universität Koblenz-Landau die Vor- und Nachteile der Nutzung von Tablet-PCs aus Sicht von älteren Menschen.
Das Institut für Wissensmedien (IWM) der Universität Koblenz-Landau untersuchte, wie Senioren die Teilnahme am digitalen Leben durch die Verwendung von Tablet-PCs erleichtert werden kann, und wie geeignete Unterstützungsangebote für Senioren gestaltet werden können. Unterstützt wurde das Projekt vom rheinland-pfälzischen Innenministerium.
Ein zentrales Ergebnis: Die Nutzung von Tablet-PCs bietet für Senioren gleichermaßen neue Möglichkeiten wie Herausforderungen. Da Senioren heute oft über PC-Erfahrungen verfügen, entstehen Probleme durch die ungewohnte Bedienung mittels Touchscreen und Gesten. Die Empfehlungen: Senioren benötigen bei der Tablet-Nutzung eine Oberfläche und Apps, die wesentliche Funktionen wie das Aufrufen von Internetseiten und den Versand von E-Mails gut lesbar und intuitiv zugänglich machen. Die Oberfläche sollte sich in der Komplexität der gebotenen Bedienelemente und Funktionen vereinfachen und schrittweise an den individuellen Lernfortschritt der Senioren bei der täglichen Tablet-Nutzung anpassen lassen. Die Senioren wünschen sich außerdem, dass Erwartungen aus dem Umgang mit dem PC wie das Arbeiten mit Dateien, besser berücksichtigt und der Datenschutz bei der Nutzung von Tablets und Apps verbessert werden."Zur Unterstützung der Senioren hat sich ein Konzept bewährt, das Präsenztreffen in Gruppen mit telefonischem Support verbindet. Gerade zu Beginn der Tablet-Nutzung kann ein freundlicher, geduldiger Telefonsupport die Einarbeitung sehr erleichtern", erläuterte Projektleiter Dr. Peter Ferdinand vom IWM.
Da Tablet-PCs den größten Zuwachs bei den Geräten zur mobilen Internetnutzung verzeichnen und die Internetnutzung in der Gruppe 60+ in Deutschland im europäischen Vergleich noch ausbaufähig ist, beabsichtigen die Universität und ihre Partner, das Thema in einem größeren Folgeprojekt weiterzubearbeiten.
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