VBE begrüßt verstärkte Alkoholkontrollen bei Minderjährigen
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt es, dass Polizei und Vertreter des Jugendamtes jetzt verstärkt ein Auge auf die immer jünger werdenden "Kampftrinker und Komasäufer" haben und häufiger Kontrollen durchführen. Elternhaus, Schule, Jugendhilfe und Vereine müssen gezielt und frühzeitig das Thema "Sucht" ansprechen, Erwachsene durch ihr positives Vorbild in Sachen "Alkoholika" Wegweiser sein.
08.07.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergWährend die meisten Kinder und Jugendlichen vor Bier wegen des bitteren Geschmacks zunächst zurückschrecken, erleichtern die süßen, meist bunten Modegetränke den Einstieg in die Welt des Alkohols. Der VBE sieht mit großer Sorge, dass die alkoholhaltigen Mixgetränke immer mehr und von immer jüngeren Kindern zum Teil exzessiv konsumiert werden. Auch bei diesem Missstand wird die Schule wieder einmal nicht darum herumkommen, das Thema aufzuarbeiten und zu versuchen, durch gründliche, rechtzeitige Aufklärung gegenzusteuern.
Trotz Sondersteuer reicht das Taschengeld in der Regel für die Trendgetränke, die an Tankstellen und in Supermärkten in bunter Vielfalt, oft auch zwischen normalen Erfrischungsgetränken, angeboten werden. Alcopops sind der "Verkaufsrenner" und spülen viel Geld in die Kassen des Handels. Der Umsatz mit diesem "süßen Gift" soll sich in den letzten Jahren vervielfacht haben.
Je früher der junge Mensch beim Alkohol "auf den Geschmack" komme, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass er später massive Probleme damit haben werde, mahnt der VBE-Sprecher. Eltern, Schulen, Vereine und das Jugendschutzgesetz könnten Kindern zwar den Alkohol verbieten, verhindern, dass sie trotzdem viel zu früh mit der "Volksdroge Nummer eins" in Berührung kommen, können sie nicht. Deshalb sei gründliche und, da das Einstiegsalter sinke, vor allem frühzeitige Aufklärung notwendig. Eltern, Lehrer und Trainer in den Vereinen müssen Wegweiser und vor allem Vorbild für Kinder und Jugendliche sein. Dass es Spaß und Geselligkeit auch ohne "Promille im Blut" gibt, können sich viele Jugendliche gar nicht vorstellen. Gesellschaftliche Ereignisse wie Geburtstagsfeiern oder Jubiläen seien aber auch für die meisten Erwachsenen ohne Alkohol nicht vorstellbar, müsse man ehrlicherweise zugeben, so der VBE-Sprecher, und in der Regel entscheide die Dosis, ob Alkohol zum Gift werde.
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