VBE unterstreicht Bedeutung optimaler Leseförderung für alle - nicht nur am Welttag des Buches

"Lesen lernt man ausschließlich durch Lesen. Wie ein Sportler regelmäßig trainiert, um leistungsfähig zu werden und zu bleiben, muss auch die tägli­che Dosis Text, das kontinuierliche Lesetraining eine Selbstverständlichkeit sein", fordert der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erzie­hung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg, zum Welttag des Buches.

22.04.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Vor dreizehn Jahren wurde dieser Tag auf Antrag Spaniens von der Unes­co auf den 23. April gelegt, den Todestag von Cervantes und Shakespeare.

"Leseförderung muss ganz früh beginnen, lange bevor das Kind überhaupt ein Schulhaus betritt", behauptet der VBE-Chef. Wenn es gut läuft, wird die Liebe zum Buch nicht erst von Lehrern, sondern von möglichst vielen dem Kind nahe stehenden Personen geweckt. Ältere Geschwister, Eltern, Großeltern oder Ver­wandte können bereits Kleinkinder, wenn sie ihnen Geschichten vorlesen, auf eine sehr angenehme Art und Weise an die geheimnisvolle Welt der Buchstaben heranführen und sie für die dem Alter entsprechenden Bücher begeistern.

Auch Lehrer, die sich trotz Stofffülle bewusst die Zeit nehmen, im Unterricht vorzulesen, "verführen" Schüler, sich Bücher aus Bibliotheken auszuleihen, sich die Lektüre zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern zu wünschen und dann selbst nach- oder weiter zu lesen. Die Vorbildfunktion von Eltern und Lehrern ist bei der Leseförderung nicht zu unterschätzen.

Eine Klassenbücherei mit griffbereiten interessanten Nachschlagewerken und spannenden, lustigen oder gruseligen Geschichten habe einen hohen Aufforde­rungscharakter für Schüler, versichert Karg. Wenn Texte kindgerecht, qualitativ hochwertig und ansprechend seien, könnten sie im besten Sinne "süchtig" ma­chen.

Wie wichtig Lesekompetenz ist, weiß man nicht erst seit PISA. Eine mangel­hafte Lesekompetenz wirkt sich nachteilig auf fast sämtliche Unterrichtsfächer aus. Schüler im Lesen sicherer zu machen, sie beim sinnbetonten Vortragen von Texten und im Texteverstehen zu stärken, müsse erklärtes Ziel aller pädagogi­schen Bemühungen sein - über alle Fächergrenzen hinweg, unterstreicht der VBE-Vorsitzende.


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