Welt des Fußballs dominiert die Auswahl der Wörter des Jahres 2006

(bikl) *Fanmeile* wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres 2006 gekürt, und zwei weitere Begriffe aus der Welt des Fußballs, die dank der Fußballweltmeisterschaft im Sommer dieses Jahres das öffentliche Leben in Deutschland bestimmte, haben es unter die 10 Wörter des Jahres geschafft.

15.12.2006 Artikel

Zum »Wort des Jahres 2006« wählte die Jury der GfdS Fanmeile. Damit wurden Orte bezeichnet, die während der WM in Deutschland Fußballbegeisterte aus aller Welt zu Hunderttausenden aufsuchten, um dort ihrem ganz besonderen Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen.

An zweiter Stelle steht Generation Praktikum als ein anderes, für viele weniger positives Lebensgefühl der jüngeren Generation, die vermehrt unbezahlten oder minderbezahlten Tätigkeiten in ungesicherten beruflichen Verhältnissen nachgehen muss.

Auf Platz 3 folgt Karikaturenstreit, der seit Beginn 2006 die Gemüter erhitzte, da viele Menschen vor allem aus der islamisch geprägten Welt durch Karikaturen des Propheten Mohammed ihre religiösen Gefühle verletzt sahen.

Der Rechtschreibfrieden auf Platz 4 brachte nach jahrelangem Streit ein vorläufiges Ende heftiger Debatten um die neue deutsche Orthografie.

Platz 5 der Liste erreicht Prekariat als Neuprägung und durchaus kritisch zu sehende Benennungsalternative für »Unterschicht«.

Mit dem Bezahlstudium auf Platz 6 haben Studierende zu kämpfen, die in einigen Bundesländern eine Studiengebühr bereits ab dem ersten Semester entrichten müssen.

Platz 7 erringt der Problembär »Bruno«, der mit seinen Streifzügen durch Bayern in die Schlagzeilen kam.

Platz 8: Poloniumspuren – viele offene Fragen und Rätsel durch ein Giftattentat.

Die Klinsmänner stürmten und jubelten sich nach vorne und in der Jury immerhin auf Platz 9.

Mit einer originellen Wortgruppe auf Platz 10 rundet sich die Grundstimmung der Bevölkerung in Deutschland während der WM ab: schwarz-rot-geil!


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