Wieder mehr Kinder im Straßenverkehr getötet

(bikl) Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wird sich in diesem Jahr die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder erhöhen.

09.12.2005 Artikel

Die Zahl der getöteten Kinder wird nach fünf Jahren und dem starken Rückgang im Vorjahr erstmals wieder steigen. Im Zeitraum Januar bis August 2005 kamen bei Straßenverkehrsunfällen 118 Kinder ums Leben, fast ein Fünftel mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei hat sich insbesondere die Zahl der getöteten Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, um 14 auf 30 fast verdoppelt.

Deutlich zurückgegangen ist dagegen die Zahl der getöteten 18 bis 21-Jährigen. Waren es im Zeitraum Januar bis August letzten Jahres 442 junge Erwachsene, die bei Straßenverkehrsunfällen starben, so ist die Zahl im gleichen Zeitraum dieses Jahres um ein Fünftel auf 353 gesunken. Bei den über 65-Jährigen ist die Zahl der tödlich Verletzten um 1,2% ebenfalls zurückgegangen, aber es kamen gegenüber Januar bis August 2004 mehr ältere Menschen mit dem Fahrrad (+ 21%) oder dem Motorrad (+ 14%) ums Leben. Dagegen wurden weniger Senioren als Fußgänger oder Pkw-Insasse getötet.

Nach den jetzigen Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2005 insgesamt daher einen neuen Tiefststand erreichen. Mit voraussichtlich 5 400 werden 8% weniger Getötete auf deutschen Straßen erwartet als im vergangenen Jahr. Dies wäre nur noch ein Viertel der Todesopfer, die 1970 zu beklagen waren, obwohl der Fahrzeugbestand im gleichen Zeitraum auf fast das Dreifache gestiegen ist. Auch ist mit einem weiteren Rückgang bei der Zahl der Verletzten für das Jahr 2005 zu rechnen: Rund 434 000 Verkehrsteilnehmer werden bis Jahresende bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, das wären 1% weniger als in 2004. Die polizeilich erfassten Unfälle insgesamt werden in diesem Jahr ebenfalls um circa 1% auf 2,2 Millionen leicht zurückgehen. Um den gleichen Prozentsatz sinken voraussichtlich sowohl die Unfälle mit Personenschaden auf 337 000 als auch die Unfälle mit lediglich Sachschaden auf 1,9 Millionen.

Siehe auch:

"Raser auf dem Schulweg"


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