Transparenz

Wissenschaftler fordern offenen Zugang zu Bildungsdaten

(red/pm) Einen offenen Zugang zu den Bildungsdaten hat der Bildungsökonomische Ausschuss des Vereins für Socialpolitik in einem offenen Brief an den Präsidenten der Kultusministerkonferenz gefordert.

03.04.2013 Artikel

Wörtlich heißt es in dem Schreiben:

"Für offenen Zugang zu den Bildungsdaten
Die Bildung unserer Kinder ist die zentrale Grundlage für eine funktionsfähige Gesellschaft und unseren zukünftigen Wohlstand. Darum ist es wichtig, mit wissenschaftlichen Methoden zu ergründen, wie das Bildungssystem bestmöglich gestaltet werden kann. Weil Bildungspolitik in Deutschland in der Hoheit der Länder liegt, sind dazu Analysen und Vergleiche der Bildungspolitik der einzelnen Länder unumgänglich. Die derzeitige Praxis in Datensätzen wie dem Nationalen Bildungspanel, den PISA-E-Studien und den IQB-Bildungsstandardstudien ist aber, Ländervergleiche zu untersagen und eine Identifizierung der Bundesländer unmöglich zu machen. Aus unserer Sicht ist die bestehende Praxis nicht mit dem Grundrecht auf Freiheit der wissenschaftlichen Forschung vereinbar. Sie verhindert Transparenz in der Bildungsforschung und eine evidenzbasierte Verbesserung unserer Bildungssysteme. Deshalb fordern wir die Kultusminister der Länder auf, der Wissenschaft Bundesländervergleiche uneingeschränkt zu gestatten und ihr freien Zugang zu Bundeslandinformationen in allen Bildungsdatensätzen zu gewähren."

Der Verein für Socialpolitik ist die wissenschaftliche Gesellschaft der deutschsprachigen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Vorsitzender des Bildungsökonomischen Ausschusses ist Prof. Dr. Ludger Wößmann, Leiter des Bereichs Humankapital und Innovation am ifo Institut und Professor für Bildungsökonomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.


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