Wissenschaftlicher Beirat "Industriekultur" heute berufen

"Sachsens Industriekultur muss sich künftig in Konzept und Struktur stärker profilieren. Nur so können die beträchtlichen Potentiale der Industriedenkmale wie der gelebten Tradition optimal genutzt und enger vernetzt werden. Der Wissenschaftliche Beirat soll diesen Prozess unterstützen", beschrieb Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange die Aufgaben des heute in Chemnitz berufenen Wissenschaftlichen Beirates für den Zweckverband Sächsisches Industriemuseum. So sei die Schaffung eines Kompetenzzentrums Industriekultur in enger Verbindung mit dem Zweckverband geplant. Eine wissenschaftliche Konzeption müsse erarbeitet werden, die aufzeigt, wie herausragende Objekte sächsischer Industriekultur künftig unter einer gemeinsamen Struktur – zum Beispiel in einer Stiftung Industriekultur – besser zusammengehen könnten.

29.06.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die Industrie hat Sachsen geprägt. Sie ist die Grundlage für den Reichtum, der im Grünen Gewölbe zu bewundern ist", so die Ministerin. Industriedenkmale hätten europaweit sowohl kulturell wie auch touristisch und wirtschaftlich eine große Bedeutung. Bislang werde aber mit diesen Schätzen noch zu wenig gewuchert. Hier habe Sachsen noch erheblichen Nachholbedarf. "Wir brauchen eine Art `road map` für Industriekultur und eine solide Finanzierung. Dabei geht es nicht um die Förderung jedes einzelnen Industriedenkmals, sondern um eine exemplarische, repräsentative Auswahl sächsischer Industriegeschichte." Die Kommunen dürften mit diesen Industriedenkmalen nicht allein gelassen werden. Es bedürfe der Unterstützung durch Landesregierung und Wirtschaft.

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sind:

Prof. Dr. Helmuth Albrecht (Lehrstuhl für Wissenschafts- und Technikgeschichte, TU Bergakademie Freiberg)
Prof. Dr. Thomas Hänseroth (Lehrstuhl für Technik und Technikwissenschaftsgeschichte, TU Dresden)
Brunhild Kurth (Direktorin der Sächsischen Bildungsagentur)
Ralph Lindner (Stiftungsdirektor Kulturstiftung des Freistaates Sachsen)
Prof. Franz Rudolph (Textilbeauftrager des Freistaates Sachsen)
Dr. Lutz Scharnholz (Institut für Neue Industriekultur GmbH)
Prof. Reinhard Schmidt (Präsident Sächsisches Oberbergamt)
Prof. Dr. Rainer Wirtz (Universität Konstanz, Fachbereich Geschichte und Soziologie)


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