Yoga - Kleine Bausteine für den Alltag
(red) Kommt man mit Yoga wirklich besser durchs Leben (oder zumindest fit durch fünf Messetage)? Gibt es einfache Tricks, um einem Burnout rechtzeitig vorzubeugen? Wie kann man als Dozent seine Zuhörer verzaubern? Wie wird man zum Flipchart-Künstler? Was müssen Lehrer in Sachen Gewaltprävention wissen? Wie lässt sich in Workshops mit Werten arbeiten? Fünf Tage lang werden professionelle Trainer auf der didacta in Köln ihre Konzepte, Rezepte, Tipps und Tricks verraten. Sechs von ihnen geben in unserer Serie "Tipps vom Trainer" Auskunft. Wir starten unsere Serie mit Fragen an die Geschäftsführerin des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY), Dr. Doris Hafner.
12.02.2013 ArtikelFrau Hafner, warum sollte man eigentlich Yoga machen?
Doris Hafner: Ganz einfach: Yoga kann Sie - bzw. Ihren Geist und Körper - stimulieren, es kann aber auch beruhigen. Man kann also Yoga sehr gezielt auf seine persönliche Befindlichkeit anwenden und einsetzen.
Wenn ich mich für Yoga entscheide, muss ich dann auch regelmäßig an Yogakursen teilnehmen?
Doris Hafner: Yoga ist ein persönlicher Weg. Und Sie sollten Yoga anfangs immer mit Anleitung machen. Aber später ist Yoga dazu gedacht, dass Sie Übungen allein in Ihren Alltag integrieren. Denn Yoga kann in ganz kleinen Bausteinen in den Alltag übernommen zu werden, ob im Büro, am Flughafen, im Zug, im Vortrag oder vor einer Prüfung. Wenn Sie wissen, wie die Übungen wirken, können Sie immer wieder kleine Einheiten für sich anwenden.
Sitze ich dann etwa mit überkreuzten Beinen in der Prüfung?
Doris Hafner: Nein, Yoga hat in Alltagssituationen nichts mit einem Lotussitz zu tun und auch nichts mit Verrenkungen. Es geht beispielsweise um typische Meditationseinheiten. Dabei versuchen Sie, in die Stille zu gehen - auch im Lärm - sei es mit geschlossenen oder mit geöffneten Augen. Oder Sie fokussieren vor einer Sitzung auf das Thema, indem sie sich über eine Meditationsübung und über Atemübungen gezielt auf das, was ansteht, konzentrieren.
Das gilt auch für jeden Tag?
Doris Hafner: Ja, noch im Bett liegend können Sie den Tag mit leichten Yogaübungen beginnen und mit minimalem Aufwand langsam in den Tag hineingehen. Das Gleiche gilt für den Abend oder für Kinder in der Schule. Wenn Schüler zum Beispiel vom Sport- in den Englischunterricht wechseln, sind sie oft sehr aufgedreht. Wenn sie dann aber gezielt eine kleine Yogaübung machen, können sie sich viel schneller auf den Englischunterricht konzentrieren. Manche Kinder machen das anschließend von sich aus, weil sie gemerkt haben, wenn sie kurz die Augen schließen und ein paarmal tief durchatmen, können sie mit einer anstehend Stresssituation besser umgehen.
Auf der didacta will der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland jeden Morgen eine Viertelstunde lang auf den Tag mit Yoga einstimmen. Was passiert da und wer kann mitmachen?
Doris Hafner: Jeder, der kommen will, kann in Alltagskleidung mitmachen. Ein BDY-Mitglied wird als Yogalehrperson die Teilnehmer mit ganz einfachen Übungen anleiten. Sie werden nicht ins Schwitzen kommen - aber besser durch den Tag!
Dazu auf der didacta
Einstimmung in den Tag mit Yoga, 19. – 23. 02.2013, 9:45 – 10:00 Uhr, Aktionsbereich Training (Halle 5 Stand B71)
Keine Kommentare vorhanden