14. Initiativpreis Aus- und Weiterbildung geht an Henkel, Uni Dortmund und Würth Elektronik
Der Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2006 für die besten Bildungskonzepte geht an zwei Industrieunternehmen und eine Universität. Henkel, Würth Elektronik und die Uni Dortmund konnten sich mit ihren innovativen Ideen gegen 54 starke Mitbewerber um die gemeinsame Auszeichnung von Otto Wolff-Stiftung, Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Wirtschaftswoche durchsetzen. Dabei fiel der siebenköpfigen Jury um ihren Vorsitzenden Prof. Dr. Utho Creusen die Auswahl noch nie so schwer. Die Qualität vieler der eingereichten Konzepte war so gut, dass die letzte Entscheidung erstmals in einer zusätzlichen Ausscheidungsrunde gefällt werden musste. Das ist auch der Grund, warum in diesem Jahr kein Hauptpreis, sondern drei gleichwertige Preise vergeben werden.
07.11.2006 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und HandelskammertagZu den Gewinnern im Einzelnen:
Henkel: Erfolg von Weiterbildung messbar gemacht
Was bringt Weiterbildung für Mitarbeiter und ihren Betrieb? Das herauszufinden war das Ziel des Projektes der Henkel KGaA aus Düsseldorf "Mehr Wert Erfassen – Effizienz und Transparenz in der Weiterbildung –". Qualität und Erfolg von Weiterbildung konnte bei allen Mitarbeitern dadurch messbar gemacht werden, dass sie intensiv vor und nach jeder Bildungsmaßnahme befragt werden. Und zwar Vorgesetze und Mitarbeiter. Der Befragungsabstand beträgt 90 Tage. Die gewonnenen Daten werden dann in einem EDV-gestützten System zum Bildungscontrolling ausgewertet.
Uni Dortmund: Schüler lernen spielend wirtschaften
Die Initiative "Junior Business School (JBS)" der Universität Dortmund mit dem Projektpartner Martin Luther King Gesamtschule zeigt vorbildlich, wie das Thema "Wirtschaft" in allgemein bildende Schulen getragen werden kann. Die Dortmunder "JBS" spricht Schüler der gymnasialen Oberstufe an. Wie komme ich als Selbständiger an Aufträge, wie viele kann ich in welchem Zeitraum schaffen? Mit all diesen Fragen setzen sich die 16-Jährigen ebenso spielerisch wie ernsthaft auseinander. Brettspiele, Onlinelernen und Praktikerworkshops machen den Jugendlichen Lust aufs Unternehmertum. So gelingt schon früh die Vorbereitung auf eine kaufmännische Berufsausbildung oder ein betriebswirtschaftliches Studium. Eigenverantwortlichkeit und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls gefördert.
Würth Elektronik: Fehlerquote in der Produktion halbiert
"Qool" steht für "Qualität ist cool" - eine Idee der Würth Elektronik GmbH & Co. KG aus Niedernhall mit den Projektpartnern schiegl gmbh aus Korntal und IFS GmbH & Co. KG aus Cloppenburg. Eine breite Qualifizierungsoffensive machte "optimale Qualität in der Produktion" für alle Mitarbeiter über mehrere Monate zum Generalthema. Hierdurch konnte die Ausschuss- und Fehlerquote um teilweise mehr als 50 Prozent gesenkt werden.
Alle drei Gewinner des Initiativpreises Aus- und Weiterbildung 2006 erhalten als Anerkennung die gläsernen Pyramiden. Die Ehrung findet am heutigen Abend im Bärensaal des Alten Stadthauses in Berlin statt. Festredner ist der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Andreas Storm. Rund 200 Gäste werden zur feierlichen Preisverleihung erwartet.
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