Aachener Professor für Engagement in der Forschung mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet

Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Hartwig Höcker, der von 1985 bis 2003 den Lehrstuhl für Textilchemie und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen inne hatte, ist heute (15.11.2005) mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Erstauszeichnung) ausgezeichnet worden.

15.11.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Durch Ihr Engagement im Bereich der Wissenschaft und Forschung haben Sie sich herausragende Verdienste erworben. Dafür möchten wir Ihnen danken", sagte NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart anlässlich der Urkunden-Übergabe. Es sei das Anliegen von Professor Höcker, Forschungsergebnisse für die Praxis nutzbar zu machen. Dabei habe er besonders die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft im Blick.

Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer war Professor Höcker von 1986 bis 2003 Direktor des Deutschen Wollforschungsinstitutes (DWI) an der RWTH Aachen. Minister Pinkwart würdigte besonders, dass unter Mitwirkung und Gestaltung von Professor Höcker von 1986 bis 2003 am DWI 200 Promotionen betreut sowie 50 Patente und mehr als 400 Publikationen erarbeitet wurden. "Vom DWI gehen Impulse aus, die weit über die Region Aachen hinaus wirken", betonte Pinkwart. Heute gehören dem Deutschen Wollforschungsinstitut 28 Unternehmen als Voll- und 67 Unternehmen als Fördermitglieder an. 130 Mitarbeiter, die Hälfte davon Diplomanden und Doktoranden, bearbeiten zusammen 80 Forschungsprojekte.

Professor Höcker war von 2000 bis 2004 Beiratsvorsitzender des Vereins LifeTec Aachen Jülich, der die industriellen Aktivitäten in der Region konzentriert und sich besonders um Firmenausgründungen aus der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Life Sciences kümmert. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Biomaterialien des Landes NRW von 1995 bis 1999 führte Professor Höcker alle Aktivitäten zu Biomaterialien bzw. Life Sciences in NRW zusammen.

Professor Höcker, der auch Mitglied der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften ist, initiierte viele Kooperationen mit den Ingenieurwissenschaften und der Medizin. Aus einer dieser Kooperationen ging das Interdisziplinäre Zentrum für klinische Forschung am Universitätsklinikum Aachen hervor, das die klinische Definition und Erprobung von Biomaterialien in direktem Kontakt mit dem menschlichen Körper betreibt, um die Herstellung von besonders körperverträglichen Stoffen zu ermöglichen.

Hinweis für Redaktionen: Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne ein Foto von der Urkunden-Übergabe in Druckqualität zur Verfügung.


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