Abitur 2006 an allgemeinbildenden Gymnasien: Die Durchschnittsnote liegt bei 2,29

Nach den Osterferien beginnen an den allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg für rund 29 000 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe die schriftlichen Prüfungen zum Abitur 2007. Dessen Durchschnittsnote ist für die Chancen der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt sowie auch für die Auswahlverfahren vieler Studiengänge an den Universitäten von hoher Bedeutung. Das Statistische Landesamt gibt daher als Orientierungsrahmen die Ergebnisse der Abiturprüfung 2006 bekannt.

02.04.2007 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

An den allgemeinbildenden Gymnasien des Landes war bereits zum dritten Mal nach der Reformierung der Kursstufe ein Schülerjahrgang zum Abitur angetreten. Insgesamt hatten 27 626 Kandidaten an der Abiturprüfung der öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Gymnasien teilgenommen. Davon bestanden 27 357 (14 300 junge Frauen und 13 057 junge Männer) die Reifeprüfung. 269 Prüflinge (1 Prozent) erreichten den zum Bestehen notwendigen Mindest-Durchschnitt von 4,0 nicht. Der Abiturjahrgang 2006 der allgemeinbildenden Gymnasien schnitt insgesamt sogar noch etwas besser als seine Vorgänger ab. Das arithmetische Mittel aller Durchschnittsnoten lag bei 2,29 (Abitur 2005: 2,32). Damit hat sich der leichte Trend zur Notenverbesserung weiter fortgesetzt. Mit der Traumnote 1,0 absolvierten 641 (2,3 Prozent) der Abiturienten die Reifeprüfung. 30,4 Prozent der Absolventen konnten auf eine "1" vor dem Komma stolz sein, nur 1,8 Prozent mussten sich mit einer Durchschnittsnote von 3,5 oder schlechter zufrieden geben. Wie in den Vorjahren auch, erzielten die Absolventen der öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien im Schnitt etwas bessere Ergebnisse als die der privaten (Durchschnittsnote 2,29 im Vergleich zu 2,33).

An den beruflichen Gymnasien wurde zum zweiten Mal das Abitur nach den Regeln der reformierten Kursstufe geschrieben. Angetreten zur Hochschulreifeprüfung waren 12 686 Kandidaten, 384 von ihnen (3 Prozent) bestanden die Prüfung nicht. Nicht zugelassen zur schriftlichen Abiturprüfung waren 302 Schüler. Die Durchschnittsnote beim Abitur 2006 an den beruflichen Gymnasien lag mit 2,56 auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2,55). Die Traumnote 1,0 erreichten an den beruflichen Gymnasien nur 0,6 Prozent der Absolventen. Eine "1" vor dem Komma hatten 16,4 Prozent der Abiturzeugnisse der beruflichen Gymnasien, deutlich weniger als an den allgemeinbildenden Gymnasien. Mit 3,5 oder schlechter schnitten an den beruflichen Gymnasien 4,7 Prozent der Abiturienten ab. Insgesamt erwarben 31 Prozent der Gymnasial-Abiturienten im Jahr 2006 ihr Abitur an einem beruflichen Gymnasium (2005: 32,4 Prozent, 2004: 33,5 Prozent).

Häufigkeit der Durchschnittsnoten in den Abiturzeugnissen 2006
an öffentlichen und privaten allgemeinbildenden und beruflichen
Gymnasien in Baden-Württemberg
DurchschnittsnoteAbiturientinnen und Abiturienten an
allg. bildenden Gymnasienberuflichen Gymnasien
Anzahl%Anzahl%
1,0 641 72
1,1 399 58
1,2 540 92
1,3 677 143
1,4 686 157
1,0 - 1,42 94310,8 5224,2
1,5 826 186
1,6 998 267
1,71 107 294
1,81 248 363
1,91 187 384
1,5 - 1,95 36619,61 49412,1
2,01 329 520
2,11 450 531
2,21 524 607
2,31 510 656
2,41 483 636
2,0 - 2,47 29626,72 95024,0
2,51 612 672
2,61 570 741
2,71 442 786
2,81 453 821
2,91 182 726
2,5 - 2,97 25926,53 74630,5
3,01 062 675
3,1 973 696
3,2 848 630
3,3 685 602
3,4 422 409
3,0 - 3,43 99014,63 01224,5
3,5 288 353
3,6 158 160
3,7 46 56
3,8 10 9
3,9 1 0
3,5 - 3,9 5031,8 5784,7
4,0 00,0 00,0
Insgesamt27 35710012 302100

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