Abschluss des "Jahres des Schulsports 2004"

Im "Jahr des Schulsports 2004" wurde für die Grundschulen ein Wettbewerb durchgeführt, in dem ein gesamtschulisches Konzept zur Förderung von Maßnahmen für mehr Bewegung, Spiel und Sport an der Schule erarbeitet und umgesetzt werden sollte. Dazu lobten das Thüringer Kultusministerium, der Landessportbund sowie die Betriebskrankenkassen im Freistaat (BKK) einen Schulsportpreis aus. Er war wichtiger Bestandteil und integrierte sich positiv in die Aktivitäten im "Jahr des Schulsports 2004". Thüringens Kultusstaatssekretär Kjell Eberhardt (CDU) sagt dazu in seinem Grußwort in der heutigen Auszeichnungsveranstaltung:

20.12.2004 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

"Gerade Bewegung schafft Voraussetzungen, mit sich selbst und mit der materialen sowie sozialen Umwelt umzugehen. Ein pädagogisches Konzept, das auf der Grundlage des Zusammenwirkens von Bewegung, Wahrnehmung, Denken, Erleben und Handeln konzipiert ist, kann zu einer vielseitigen, nachhaltigen Bildung des Kindes beitragen. Dabei ist die Freude der Kinder am unmittelbaren Tun, am Spiel und an der Bewegung nicht zu unterschätzen. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn wir die Entwicklungsbedingungen für Kinder in unserer Gesellschaft verbessern und den derzeit vielstrapazierten Begriff 'Bildung' mit Inhalt füllen wollen.

Wer Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Kinder trägt, muss sich mit aller Kraft für eine umfassende und zeitlich ausreichende Bewegungsförderung in der Schule einsetzen. Schule ist Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und nimmt Einfluss auf die körperliche, geistige und seelische Gesundheit.

Bei Schülerinnen und Schülern ist in den letzten Jahren in Deutschland ein Anstieg chronischer, psychosomatischer, ernährungsbedingter Erkrankungen, sowie Störungen in der Motorik und Defizite im Sozialverhalten festzustellen. Diese Entwicklung weist auf den Zusammenhang von Gesundheit, Lern- bzw. Arbeitsbedingungen hin und verdeutlicht die Dringlichkeit von schulischen Reaktionen.

Die eingereichten Konzepte der Grundschulen tragen diesem Anliegen im hohen Maße Rechnung. Der heutige Kinderalltag verlangt nach Bildungsseinrichtungen, in denen eine ganzheitliche Entwicklungsförderung angeboten wird. Dazu sind kindgemäße Angebote, offene Spiel- und Handlungsräume und fachkundige Betreuung wichtige Ansatzpunkte. Ziel ist es, dass die Kinder den Schulalltag möglichst sinnesaktiv und handelnd erfahren können. Auf dieser Erkenntnis basierend, dass nicht nur der Kopf des Kindes in die Schule kommt, sondern immer das 'Ganze Kind', hat die Gewichtung dieses Themas deutlich an Konturen gewonnen. Dabei geht es nicht allein darum, den Alltag mit mehr Bewegungsaktivitäten anzureichern, sondern um einen bedeutsamen Entwicklungsprozess, der Bewegung als integrativen Teil in Schule begreift."

(Die gesamte Rede kann bei Bedarf von der Pressestelle des Thüringer Kultusministeriums zur Verfügung gestellt werden.)

Den "Schulsportpreis für Thüringer Grundschulen" erhalten heute in Erfurt: die Vogteischule Oberdorla, die Grundschule am Steigerwald Erfurt, die Rodatal-Schule Jena, die Grundschule Gräfenroda sowie die Grundschule "Christian Zimmermann" Apolda.


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