Anspruch und Wirklichkeit
(bikl/ots) Für den Großteil der Männer ist es nach wie vor undenkbar, eine Elternzeit in Anspruch zu nehmen oder die Arbeitszeit zu reduzieren - häufig aus Angst vor negativen Reaktionen von Vorgesetzen und Kollegen.
21.12.2005 ArtikelMit rund fünf Prozent sind Väter in Elternzeit ohnehin immer noch deutlich in der Minderheit. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage, die das Berliner forsa-Institut im Auftrag der Zeitschrift ELTERN durchgeführt hat.
Dieses Ergebnis widerspricht allerdings dem, was Väter ansonsten über ihre Rolle äußerten: Rund 70 Prozent der befragten Väter empfinden ihr Leben mit Kindern als glücklicher und erfüllter.
Zwar beklagt ein Teil der Befragten, dass sie nur noch wenig Zeit für sich haben (28 Prozent) und sie sich den neuen Anforderungen nicht immer gewachsen fühlen (26 Prozent), insgesamt überwiegt jedoch die Freude über den Nachwuchs. Je mehr Kinder die Familie hat, desto größer das gefühlte Glück: Väter von drei oder mehr Kindern empfinden ihre Partnerschaft im Vergleich als intensiver und sind zufriedener.
Was macht einen guten Vater aus? "Er verbringt so viel Zeit wie möglich mit seinem Kind" ist das Kriterium, das am meisten Zustimmung findet (81 Prozent). Mit deutlichem Abstand auf Platz 2: "Er sorgt durch sein Einkommen dafür, dass es der Familie gut geht" (64 Prozent).
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