"Beamt" das Wissen in die Hirne!
"Der eine lernt am besten durch Zuhören, der andere muss etwas gelesen haben, der dritte das Ganze zu Hause noch einmal überdenken und so geht das immer weiter", stellt Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth vom Institut für Hirnforschung an der Universität Bremen und am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst fest. Verursacht werde dies durch die Tatsache, dass Lernfähigkeit und Gedächtnis hochgradig modular (d.h. in viele Schubladen gegliedert) organisiert seien. Das bedeutet, dass Lernen ein sehr individueller Prozess ist, der bei jeder Person nur eines gemeinsam hat: die Schubladen-Struktur.
26.04.2004 Pressemeldung Ernst Klett Verlag GmbHSoftware-Produkte imitieren diesen Aufbau: Computer und Hirne arbeiten ähnlich. Daher ist der Einsatz von Lernsoftware durchaus sinnvoll, denn auf diese Art wird individuelles und doch strukturiertes Lernen möglich. Wie im menschlichen Gehirn sind die Wissenseinheiten des Software-Programmes in modularen "Schubladen" organisiert. Für jeden Baustein gibt es einen Ablagebereich, der mit den anderen Schubladen vernetzt ist und den der Mensch nach Belieben öffnen und wieder schließen kann. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch sie zeigt, dass die Inhalte von Software-Produkten durch die Anlehnung an Hirn-Strukturen eindrücklicher haften bleiben als andere Lernmedien, die eindimensional aufgebaut sind.
Der Lerner kann über das digitale Produkt Inhalte strukturiert erfassen und sozusagen als Lernnetz direkt in seine Gehirn-Schubladen "beamen". Der spielerische Aspekt, der dahinter steht, steigert die Motivation des Lerners zusätzlich, da dieser sich auch emotional angesprochen fühlt.
Kognitionspsychologische Erkenntnisse finden immer häufiger Eingang in den Schulunterricht, so auch in die Konzeption von Software-Produkten. Die Schulbuchverlage ergänzen die Schulbücher zunehmend mit digitalen Medien. Neuerdings gibt es auch Software, die exakt auf das Schulbuch zugeschnitten ist. "Geschichte und Geschehen multimedial" zum Beispiel, ein Produkt des Ernst Klett Verlages, greift die Inhalte des Schulbuches "Geschichte und Geschehen" auf, verbildlicht sie und eröffnet durch den digitalen Zugang zum Stoff neue Sinnes-Welten für den Schüler. So können die Lerner zum Beispiel in die Haut eines Atheners schlüpfen oder im Inneren einer Pyramide herumwandern. Eine sinnvolle Ergänzung zum Französischbuch "Découvertes" von Klett bietet die Software "Grammaire interactive", die die im Unterricht und im Schulbuch zu erarbeitenden Inhalte durch Übungen vertieft. Ob zu Hause oder im Unterricht – die Schüler können selbstständig auf Entdecker-Tour gehen und sich das notwendige Wissen erarbeiten. Der vernetzte Aufbau der Französisch-Software spiegelt die Struktur des Gehirns wider und erleichtert damit die Wissensaufnahme. Mit einem ähnlichen Produkt wartet Klett auch im Fach Englisch auf: "Click on Snap!", das auf die Inhalte der Schülerbücher "Snap" abgestimmt ist. Besonders die Fremdsprachen profitieren von der wachsenden Tendenz, Software im Unterricht einzusetzen: Die "Vokabel- und Grammatiktrainer" von HEUREKA stehen seit einiger Zeit schon hoch im Kurs.
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