Bildungsgerechtigkeit größte pädagogische Herausforderung

Als "demokratisches Lehrstück für Deutschland" bezeichnete der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger heute vor den Delegierten des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) in Zürich die Entscheidung der schweizerischen Bürgerinnen und Bürger für eine Rahmenkompetenz des Bundes in Sachen Bildung. Die hohe Mehrheit am 21. Mai 2006 für den neuen Bundesrahmenartikel in der Bundesverfassung von Volk und Ständen sei eine positive Botschaft zur Aufwertung von Bildung und Erziehung, so Eckinger. Deutschland drohe dagegen durch Partikular­interessen und Separationsbestrebungen in die Kleinstaaterei abzudriften. Eckinger sprach die Hoffnung aus, dass es auch in Deutschland gelingen möge, die gesamtstaatliche Verantwortung für Bildung durch den Erhalt von Rahmenkompetenzen des Bundes zu wahren.

10.06.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Der Bundesvorsitzende des VBE, eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland, unterstrich in seiner Grußbotschaft: "Die Schaffung von mehr Gerechtigkeit in der Bildung ist die größte pädagogische Herausforderung unserer Zeit." Eine Schlüsselmaßnahme sei deshalb das Fördern und Fordern jeder Schülerin, jedes Schülers. Für den Lehrerberuf bedeute dies die Stärkung des Expertenstatus für die Organisation von Lernprozessen, die Entwicklung einer Wissenschaft von der Lehrerbildung und einer Berufsethik, die nach innen und außen anerkannt sei und das Beispielgeben als wesentliche Aufgabe definiere. LCH und VBE sähen in der Stärkung der Professionalität das Markenzeichen ihrer gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Ludwig Eckinger würdigte in Zürich die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Verbänden als "partnerschaftlich und von wohlwollender, ideologiefreier Streitkultur und großem bildungs- und lehrerpolitischen Konsens geprägt".


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